Borgward-Deal

Rückkehr des Rhombus rückt näher

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Eine weitere Weiche für die Rückkehr des Rhombus ist gestellt: Die Wirtschaftsdeputation hat einem Grundstückdeal mit der Borgward-Gruppe im Güterverkehrszentrum zugestimmt.

Bremen - Die Rückkehr des Automobilbauers Borgward an die Weser ist wieder einen Schritt nähergerückt. Die Wirtschaftsdeputation hat einem Verkauf eines rund 15   Hektar großen Geländes im Güterverkehrszentrum (GVZ) an die Borgward-Group zugestimmt.

Der Kaufpreis soll nach Informationen von Radio Bremen im mittleren einstelligen Millionenbereich liegen. Dem Deal muss jetzt noch der Haushalts- und Finanzausschuss der Bürgerschaft zustimmen. Das Gremium tagt am 15. September.

Einige Bestandteile des Elektro-SUV sollen in Bremen entstehen

Im April dieses Jahres hatten die Borgward-Gruppe, inzwischen mit Sitz in Stuttgart und Produktionsstätte in China, und die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet und damit die Weichen für das Grundstücksgeschäft gestellt. Borgward will bis zum Anfang des Jahres 2018 mit dem Bau einer Produktionsstätte starten. Ein Jahr soll dann im GVZ mit der Vorserienproduktion der „europäischen“ Elektroversion seines BX 7 begonnen werden. Das SUV (Sport Utility Vehicle, also Sport- und Nutzfahrzeug) trägt auf dem großen Kühlergrill des leicht modernisierten Rhombus der Bremer Traditionsmarke.

Auf dem Areal im Güterverkehrszentrum ist in der ersten Baustufe eine sogenannte Semi-Knocked-Down (SKD)-Fertigung für bis zu 50.000 Fahrzeuge pro Jahr geplant. Das heißt: Im neuen Werk an der Weser werden keine Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge gebaut. Vielmehr werden halbfertige Fahrzeuge und Teilmodule aus China nach Deutschland geschickt und hier zusammengebaut. Batterie, Elektromotor, Stoßfänger und Scheinwerfer sollen aus deutscher und europäischer Produktion stammen.

Borgward plant auch den Bau einer Teststrecke

Ziel sei es, dass je nach Bedarf und Nachfrage die Produktion von der SKD-Fertigung in eine Vollproduktion umgewandelt werden kann. Neben der Fertigung sind auf dem Gelände eine Teststrecke, ein Auslieferungszentrum sowie ein Brand-Studio geplant.

Ende Oktober 2016 hatte Borgward seine Rückkehr ins Land Bremen angekündigt. „Die Rückkehr nach Bremen ist ein unglaublich emotionaler Moment“, sagte Borgward-Chef Ulrich Walker, „die Rückkehr ist aber auch strategisch ein bedeutsamer Augenblick.“ Christian Borgward, Aufsichtsratschef der Borgward-Gruppe und Enkel des legendären Automobilproduzenten Carl F. W. Borgward („Isabella“, „Goliath“, „Lloyd“), ergänzte: „Borgward und Bremen haben die einmalige Chance, einen Neuanfang zu starten“. Und weiter: „Zu sehen, dass Träume sich erfüllen können und ich das Lebenswerk meines Großvaters fortführen kann, übertrifft meine kühnsten Erwartungen.“

Borgward ist in chinesischer Hand. Einziger Aktionär ist derzeit der chinesische Lkw-Hersteller Foton. Vom BX 7 sind nach Firmenangaben in China bislang rund 50 000 Modelle verkauft worden, der Elektro-SUV hat im Sommer die Typzulassung der EU erhalten.

je

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