Am Europahafen günstig schlafen: Das Hostel im Zollhaus bietet Übernachtungsmöglichkeiten in der Überseestadt

Rucksackreisende und Geschäftsleute

Der Schriftzug „Europahafen“ steht noch am Zollhaus. Unter ihm hängt jetzt eine Hostel-Werbung an der Fassade. ·
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Der Schriftzug „Europahafen“ steht noch am Zollhaus. Unter ihm hängt jetzt eine Hostel-Werbung an der Fassade. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj„Halt! Zollgrenze!“ Solche Schilder standen hier früher. Heute ist etwas anderes zu lesen: „Cash Point“, „Dish return“ und „Guest relation“ zum Beispiel. Kasse, Geschirr-Rückgabe, Gäste-Infotresen.

Die Unternehmer und Projektberater Ulrike und Thomas Dökel haben im früheren Zollamtsgebäude am Europahafen, an einem Tor zur Überseestadt also, ein Hostel eröffnet. Kein Hotel, sondern eine Herberge, in der es, so Ulrike Dökel, „ein bisschen zünftiger“ zugeht.

Übernachten in der Überseestadt? Hier soll alles einfach sein: Buchungsmöglichkeit per Internet, Ein- und Auschecken rund um die Uhr per Karte am Check-in-Terminal. Der Apparat gibt auch die Karten aus, die den Zugang zum Hostelbereich und zum Zimmer ermöglichen.

Apropos: 50 Zimmer, 111 Betten – das ist das „Zollhaus meet and sleep in Bremen“, wie es in voller Schönheit heißt, in Zahlen. Zimmer gibt es in verschiedenen Größen und Kategorien. Das Spektrum reicht von der „Koje“ mit Fernseher und Waschbecken über Betten in Mehrbettzimmern (Frauen und Männer getrennt) und Doppelzimmer bis zum Familienzimmer mit Blick auf das Hafenbecken mit der neuen Marina. Die Übernachtungspreise beginnen bei 19 Euro – zuzüglich Bettensteuer (in diesem Fall: 1,07 Euro).

Rucksackreisende und Jugendgruppen, Techniker und Bauleute aus der Überseestadt, Geschäftsreisende und Familienbesuch, der nicht zu Hause bei den Gastgebern untergebracht werden kann – dieses bunte Völkchen soll den Kundenstamm bilden. Die Idee scheint aufzugehen, diesen Eindruck jedenfalls lässt der Probebetrieb zu, der im Februar begonnen hat.

Gestern nun haben Ulrike und Thomas Dökel ihr Zollhaus „richtig“ eröffnet. „Unser persönlicher Antrieb ist der Kontakt zum Gast“, sagt Ulrike Dökel. „Kontakt zone“ des Hostels ist die Lobby. Langer Holztisch, Loungebereich, kleinere Tische – hier gibt es die Möglichkeit, zu frühstücken und mit anderen Gästen in Kontakt zu kommen. Den Dökels ist der Charakter des Hauses wichtig, den sie erhalten wollten – kein Neubau eben, sondern etwas Neues in alten Mauern. Für die Zimmer wurden etliche neue Wände eingezogen. Zwei Millionen Euro kosteten die Sanierungs-, Umbau- und Einrichtungsarbeiten. Wasserleitungen, Heizung, Strom – alles neu. Die Kosten teilten sich die Immobilien- und Projektgesellschaft Siedentopf (Kaffee-Quartier), Eigentümerin der Immobilie, und die Dökels.

Die beschäftigen im Zollhaus nun fünf Angestellte, von denen nachts allerdings niemand da ist. Das Hostel ist videoüberwacht. Das Kartensystem regelt zudem den Zugang zum Haus. Gezahlt wird nur per Karte – Bargeld ist folglich nicht da, und die Gäste sind über ihre Karten identifiziert.

Eben jene Gäste können sich über eine Übernachtung in zentraler Lage freuen. Die Innenstadt ist über die Schlachte, per Bahn und auch mit dem Auto schnell zu erreichen. Und die Zollgrenze, die gibt es ja schon lange nicht mehr.

http://www.zollhaus-bremen.de

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