Rollende Schmuckstücke

Oldtimer-Rallye führt durch die Landkreise Verden, Rotenburg und Diepholz

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Center-Manager Sönke Nieswandt (r.) freut sich über einen „Boxenstopp“ auf dem Kaufhausgelände Dodenhof in Posthausen während der „Bremen Oldtimer Classics 2018“. Neben dem Horch 853 A aus dem Jahre 1939 und dem Porsche 928 versprechen André Weißmann (l.) und Olaf Mönch 173 weitere Automobil-Klassiker.

Bremen - Von Ingo Schmidt. Was im Jahre 1998 mit einer fixen Idee einiger Oldtimerfreunde begann, hat sich längst zu einem vielbeachteten gesellschaftlichen Ereignis entwickelt: Am Sonnabend, 30. Juni, startet die 21. Auflage der Rallye „Bremen Oldtimer Classics“.

Rund 30 Helfer stehen den Organisatoren zur Seite, damit 175 Fahrzeuge aus sechs Jahrzehnten sicher und reibungslos die Traditionsrallye bis hinein in den Bremer Südosten meistern.

Die Besonderheit an dieser Oldtimer-Rallye liegt in der Markenvielfalt – insgesamt 45 verschiedene Hersteller-Typen gehen an den Start, vom Goggomobil bis zur ganz exklusiven Rarität. „Jeder unserer Teilnehmer ist ein Star“, sagen die Initiatoren André Weißmann und Olaf Mönch, „vom Brot-und-Butter-Autobis hin zum Edelflitzer.“

Bei einem Mittagsstopp von etwa 12 bis 15 Uhr auf dem Dodenhof-Außengelände in Posthausen erleben Schaulustige und Automobilbegeisterte ein spannendes Zeitfahren und können am Rande die rollenden Schmuckstücke begutachten und mit ihren Eigentümern fachsimpeln.

Startpunkt ist Bremer Marktplatz

Startpunkt ist aber – wie in den vergangenen Jahren auch – der Bremer Marktplatz. Der Aufbau ab 8 Uhr bedeutet für Fahrer, Beifahrer und Organisatoren die erste große Herausforderung: „Wir müssen die Fahrzeuge schon auf den Zufahrtsstraßen in Startreihenfolge anordnen“, skizzieren die Oldtimer-freunde das Startprozedere, „weil der Platz sehr knapp bemessen ist.“ 

Für Interessierte besteht bereits vor dem Start die Möglichkeit, liebevoll hergerichtete und gepflegte Automobil-Schätze zu bestaunen, die nach Baujahren aufgereiht sind. Während Moderator Wolfgang Rother Anekdoten und Besonderheiten zu den Fahrzeugen präsentiert, erhalten die Starter ab 10 Uhr nacheinander Lunch-Pakete und das sogenannte „Roadbook“.

Anschließend rollen die Liebhaberstücke im 30-Sekunden-Takt auf die Strecke. Die Auftakt-Etappe führt die Teilnehmer nach Oyten, wobei sie bereits die erste Zeitfahrprüfung bestehen müssen: Die Distanz von 15,7 Kilometern sollen sie in exakt 27 Minuten bewältigen. „Alle Fahrzeuge werden mit einem Transponder ausgerüstet, der die Fahrtzeit an der Start- und Zielschranke auf eine Hundertstelsekunde erfassen kann“, sagt Streckenchef Olaf Mönch.

Action auf dem Dodenhof-Vorplatz

Von Oyten aus führt der Weg über Fischerhude-Quelkhorn und Stuckenborstel über Sottrum, Hellwege, Ahausen, Westerwalsede nach Langwedel und schließlich Posthausen. „Von 12 bis 15 Uhr erleben Zuschauer auf dem Dodenhof-Vorplatz Action beim zweiten Zeitfahren auf der 50-Meter-Kurzstrecke“, verspricht André Weißmann. 

Ab 15.15 Uhr starten die Fahrer zur zweiten Etappe, die über Uesen, Thedinghausen, Riede, Barrien, Nordwohlde, Barrien, Sudweyhe und Achim erneut nach Oyten führt. Am Zwischenziel wird über eine 150-Meter-Strecke die dritte Zeit genommen. Anschließend führt die Route zum Zielpunkt bei der Mercedes-Niederlassung an der Emil-Sommer-Straße in der Vahr, wo ein Abendessen und die Siegerehrung auf die Rallye-Fahrer warten.

Mönch hat fast 4 000 Kilometer für die Routenwahl auf Landstraßen zurückgelegt. „Wir können die Route leider immer nur sehr kurzfristig planen, weil wir auch Baustellen berücksichtigen müssen“, sagt der Streckenexperte. Eine Ausfahrt bei der „Bremen Oldtimer Classics“ bedeute für die Fahrer auch immer ein wenig Heimatkunde, heißt es. Schließlich führe die Route selten ein zweites Mal über dieselben Straßen.

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