„Nordwest 2050“: „Neue Chancen und Risiken für Unternehmen in Zeiten des Klimawandels“

Robuster Roggen trotzt Regen

Präsentation im Haus Schütting – von links gesehen: Andreas Lieberum („Nordwest 2050“), Professor Klaus Fichter (Universität Oldenburg), Uwe von Bargen (Bremenports) und Heiko Freese (Biolandhof Freese).

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Wie nehmen Unternehmen in der Metropolregion Bremen-Oldenburg den Klimawandel wahr? Um diese Frage ging es gestern Nachmittag auf der dritten Regionalkonferenz des Forschungsprojekts „Nordwest 2050“ im Haus Schütting.

„Neue Chancen und Risiken für Unternehmen in Zeiten des Klimawandels“ – das war das Thema. Im Fokus standen dabei die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Befragung von Unternehmen in der Metropolregion. „Die meisten Unternehmen der Region sind noch nicht fit für dieses Thema und für die anstehenden Herausforderungen, weil sie sich damit nicht oder nicht genug beschäftigen“, sagt Professor Klaus Fichter von der Carl- von-Ossietzky-Universität Oldenburg.

In der Metropolregion gibt es 44 000 Unternehmen mit mehr als einem sozialversicherungspflichtigem Angestellten. 4 000 Unternehmen wählten die Oldenburger Wissenschaftler als Stichprobe aus, so dass die „Nordwest-2050“-Mitarbeiter nun davon sprechen, im Sommer vergangenen Jahres eine „Repräsentativbefragung von 4 000 Unternehmen im Nordwesten“ gemacht zu haben.

Befragt, ja. Aber geantwortet haben nur 267. Das entspricht einer Rücklaufquote von knapp sieben Prozent.

Professor Fichter hält die Ergebnisse gleichwohl für repräsentativ. In der Befragung hätten sich Unterschiede zwischen einzelnen Branchen gezeigt, hieß es gestern im Haus Schütting. 21 Prozent der Unternehmen insgesamt gaben an, dass der Klimawandel für sie bereits heute spürbar sei. Von den Unternehmen im Bereich Landwirtschaft sagten das aber schon zwei Drittel, so Fichter. Und im Baugewerbe sei es knapp die Hälfte der Unternehmen. Stärker betroffen als andere Branchen fühle sich zudem die Gastronomie, hieß es gestern im Schütting weiter. Klimawandel, Klimaschutz, Klimaanpassung – vor diesem Hintergrund stehen Unternehmen vor neuen Fragestellungen. Uwe von Bargen (Bremenports) nennt zwei Beispiele: „Wie werden sich Transportprozesse verlagern, wie können wir sie beeinflussen?

Direkt und praktisch Tag für Tag mit dem Klima zu kämpfen hat die Landwirtschaft, ob es sich wandelt oder nicht. Heiko Freese vom Biolandhof Freese in Rhauderfehn spricht von sechs bis acht Wochen langen Trockenperioden im Frühjahr und „Starkregen ereignissen“. Auf beides habe man reagieren müssen. So habe der Hof eine „besonders keimfreudige“ und „robuste“ Ur-Roggensorte ausprobiert, die „den klimatischen Verhältnissen gut widerstehen“ könne. Die Pflanzen würden fast zwei Meter hoch, was „heutzutage unüblich“ sei, aber keine Probleme bereitet habe. Bei Pflanztunneln teste man zudem eine besonders lichtdurchlässige japanische Folie, die vor Starkregen und Sturm schützen soll.

WWW.

nordwest2050.de

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