Bilanz 2009: Die Bremer Landesbank verdoppelt ihr Jahresergebnis / Mehr als 1 000 Beschäftigte

Risikovorsorge zahlt sich aus

Blauer Himmel über Bremen, zufriedener Vorstand auf dem Balkon der Bremer Landesbank am Domshof – von links betrachtet: Eckhard Fiene, Dr. Guido Brune, Vorstandschef Dr. Stephan-Andreas Kaulvers und der stellvertretende Vorsitzende Heinrich Engelken. Sie präsentierten gestern das Jahresergebnis nach IFRS-Standard.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· „Konservativ.“ Ein Begriff, den Landesbank-Vorstandschef Dr. Stephan-Andreas Kaulvers wieder und wieder erwähnt, um das Geschäftsverhalten seines Hauses zu beschreiben. Gestern präsentierte er mit seinen Vorstandskollegen die Bilanz für das Krisenjahr 2009.

Für die Bremer Landesbank war es kein Jahr der Krise. „Auch in den hektischen Monaten Februar, März, April brauchten wir nicht auf Staatsgarantien zurückzugreifen“, so Kaulvers. Und im Ergebnis liege man, so Vorstandsmitglied Dr. Guido Brune, „insgesamt über Plan“. Ein „wesentlicher Wachstumstreiber“ etwa sei der Bereich der erneuerbaren Energien mit „650 Millionen Euro im Neugeschäft“. Brune: „Jedes zehnte Windrad in Deutschland hat die Bremer Landesbank finanziert.“ Das Engagement verteilt sich auf 350 Parks, in denen sich 1 600 Windmühlen drehen.

Die Bremer Landesbank mit ihren 1 000 Beschäftigten – 700 in Bremen, 300 in Oldenburg – sieht sich als „führende regionale Geschäftsbank“. „Wir sind eigentlich mehr Regional- als Landesbank“, sagt Kaulvers. Das Geschäft mit dem regionalen Mittelstand wuchs um etwa fünf Prozent. Die Landesbank ist Zentralbank für 14 Sparkassen in der Region; darunter sind die Kreissparkassen Syke, Grafschaft Diep holz und Verden. In der Schifffahrt konzentriert man sich beispielsweise auf familiengeführte Reedereien und betreibt das Neugeschäft nur noch sehr ausgewählt. Der Anteil der Containerschifffahrt liege im Neugeschäft unter 20 Prozent, so Brune. Ansonsten gilt auch hier das Beständige. Heinrich Engelken, der stellvertretende Vorstandschef: „Unsere Reeder halten zu ihren Schiffen.“

Die Bremer Landesbank konnte ihr Jahresergebnis vor Steuern mit 78,3 Millionen Euro mehr als verdoppeln – 34,8 Millionen Euro waren es im Jahr zuvor gewesen. Das Ergebnis nach Steuern wurde nahezu verdoppelt – von 29,8 Millionen Euro auf 57,8 Millionen Euro. Die Bank hat ihre Risikovorsorge spürbar gestärkt – 87,5 Millionen Euro nach 15,3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Als zusätzliche Vorsorge gelten weitere 53,6 Millionen Euro als so genannte „Portfoliowertberichtigungen“ – für, wie es gestern hieß, „eventuelle, noch nicht konkrete Risiken“.

Ihren Trägern zahlt die Bank eine Dividende von 28 Millionen Euro, was einer Rendite von 20 Prozent auf das Grundkapital entspricht. Hinzu kommen 38 Millionen Euro an Steuern und weitere 38 Millionen Euro als Zinsen auf stille Einlagen. Kaulvers spricht von „Wertschöpfung für Bremen und Niedersachsen“. Die Bank hat netto 1 000 Privatkunden gewonnen und damit nun mehr als 40 000. Auch hier kommt die konservative Grundhaltung offenbar an. „Unser Fokus liegt nicht auf dem kurzfristigen Produktverkauf“, so Vorstandsmitglied Eckhard Fiene.

WWW.

bremerlandesbank.de

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