Peter Barthold Schnibbes Werke sind Dauergast im Deutschen Schiffahrtsmuseum

„Riders in the Storm“

Volles Haus zur Eröffnung der Ausstellung „Bildgeschichten zur See“ im Schiffahrtsmuseum (v.r.): Peter Barthold Schnibbe, Dr. Bernd Anders (DGzRS), Laudatorin Ulla Hocke, DSM-Geschäftsführerin Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner sowie Robert Worden von Galerie „Werkstatt 212“. - Foto: Kaack

Bremen - Künstlern wird eine museale Präsenz ihrer Werke zumeist erst posthum als Ehre zuteil. Dem Maler Peter Barthold Schnibbe war diese Wertschätzung seines künstlerischen Schaffens früher vergönnt. Gestern wurde im Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven (DSM) sein aus zehn einzelnen Gemälden bestehendes Werk „Riders on the Storm“ eingeweiht.

Es ist ein imposantes Werk, das der in Weyhe lebende und arbeitende Künstler geschaffen hat. Riesig, fast erschlagend. Mehr als zwei Jahre dauerte der Entstehungsprozess. Ein Triptychon, bestehend aus der zentralen Darstellung einer sturmzerwühlten Meereslandschaft. Rechts davon kämpft sich ein in den turmhohen Wellen mühsam manövrierender Seenotkreuzer durch die Elemente. Links ein Wrack: die „Ondo“, auf der Steuerbordseite liegend, am 6. Dezember 1961 auf dem Großen Vogelsand in der Elbmündung gestrandet. So war Schnibbes Werk bereits zwei Jahre lang in einem geplant unvollendeten Zustand im DSM zu begutachten. Denn von Beginn an war vorgesehen, dem Triptychon eine aus sieben kleineren Arbeiten bestehenden Predella dem Gemäldezyklus hinzuzufügen. Das geschah im Rahmen der von rund 150 Gästen besuchten Vernissage. „Dieses Werk ist eine Verbeugung vor der selbstlosen und oftmals lebensgefährlichen Arbeit der Seenotretter an der deutschen Küste“, sagte Schnibbe. Nach seiner Vollendung hat er es der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestiftet. Damit das Werk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird, haben es die in Bremen beheimateten Seenotretter als Dauerleihgabe an das DSM weitergereicht.

Sieben Motive sind es, die „Riders on the Storm“ zu einem Gesamtwerk zusammenfügen. Zwei Porträts der legendären DGzRS-Vormänner Wilhelm Eilers und Wolfgang Gruben aus Borkum und Neuharlingersiel sind nun am unteren Ende des Werks platziert. Außerdem die Abbildung eines Semaphors, eines Schimmels und einem Selbstporträt des Künstlers zu Pferde in einer Dünenlandschaft. Sie symbolisieren die Sturmfluten an der Nordseeküste frei nach Theodor Storm. Eine Frauengestalt am sturmgepeitschten Strand bildet die Mutter von Nis Randers aus dem gleichnamigen Gedicht von Otto Ernst ab und ein Fragment eines Rettungsbootes der Viermastbark „Pamir“ führt dem Betrachter eine der größten deutschen Schiffskatastrophen der Nachkriegszeit vor Augen. Neben dem Hauptwerk sind weitere maritime Gemälde von Schnibbe zu sehen – unter dem Titel „Bildgeschichten zur See“. Die Bremerhavener Galerie „Werkstatt 212“ hat Schnibbe die Ausstellung „Bildgeschichten in der Stadt“ gewidmet. Sie wird am Donnerstag, 7. April, um 19 Uhr eröffnet.

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