Der Rhododendronpark in voller Blüte

„Botanische Schatztruhe“

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Knallgrün: die Spitzkopfnatter.

Bremen - Der Rhododendronpark in Horn feiert derzeit seine Hauptblüte. „In der mit 3 300 Sorten und etwa 600 Arten zweitgrößten Rhododendron-Sammlung der Welt blüht es aktuell in Hülle und Fülle“, sagte jetzt der wissenschaftliche Leiter des Parks, Hartwig Schepker. Über die Pfingsttage lohnt ein Besuch doppelt, denn die Botanika im Rhododendronpark bietet Tierführungen und Experimente an.

Mit Blick auf das nicht wirklich frühlingshafte Wetter sagte Schepker, die kühle Witterung der vergangenen Wochen habe auch ihre positiven Seiten: „Die Blütezeit der Rhododendren und Azaleen zieht sich dadurch in die Länge.“ Der 46 Hektar große Park entstand vor fast 80 Jahren auf Initiative der ebenfalls in Bremen gegründeten Deutschen Rhododendron-Gesellschaft auf einem verwilderten Gelände unter Eichen, Buchen und Fichten. Heute wird laut Schepker nirgendwo sonst die Pflanzengattung so vollständig präsentiert. Der Park sei „eine botanische Schatztruhe ersten Ranges“. Heute durchläuft eine Eichenallee das Areal von Ost nach West. Sträucher und Bäume formen einen langen Tunnel.

Meterhohe Blütenwände und lange Sichtachsen gehören zu den herausragenden Merkmalen in den ältesten Parkteilen. Es ist das berühmt-berüchtigte Bremer Schmuddelwetter, das die Pflanze aus der Familie der Heidekrautgewächse hier so verschwenderisch blühen lässt. Mit seinen verhältnismäßig kühlen und feuchten Sommern, den milden Wintern und einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit bietet das örtliche Klima dem Rhododendron (griechisch für „Rosenbaum“) ideale Bedingungen.

Nicht nur der Rhododendron blüht, sondern auch im Japanischen Garten der Botanika leuchten die Azaleen. Von heute bis Dienstag gibt es im grünen Gewächshaus täglich um 15 Uhr Tierführungen und Experimente im Wachstumslabor 16 Uhr). Um 15 Uhr dürfen die bunten Kois von Besuchern gefüttert werden. In einem zusätzlichen Aquarium tummeln sich die knallgrüne Spitzkopfnatter und schwarz-gelbe Salamander. Zu bestaunen sind ferner ein Bienenstock bei der Arbeit und Gespenstschrecken.

Im Wachstumslabor darf täglich um 16 Uhr getüftelt werden, zum Beipsiel mit Geheimtinte.

gn/epd

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