Ab 1. Juli 2018

Restmüll: Zuschlag für Nehlsen

Bremen - Die Bremer Müllabfuhr wird rekommunalisiert. Die bislang privatwirtschaftlich organisierte Müllabfuhr soll wieder zu einer öffentlichen Aufgabe gemacht werden. Ab 1. Juli 2018 jedenfalls steigt die „Bremer Stadtreinigung“ als Anstalt öffentlichen Rechts ins operative Geschäft ein. Privater Partner in der zukünftigen Holding „Abfalllogistik Bremen“ wird mit der Firma Nehlsen ein alter Bekannter.

Der Senat hat Nehlsen am Dienstag den Zuschlag für die Abfuhr und Entsorgung der rund 90. 000 Tonnen Restmüll erteilt, die pro Jahr in Bremen anfallen. Damit verknüpft ist eine 50,1-prozentige Beteiligung an der Holding. „Wir können bei dem Ergebnis davon ausgehen, dass die Leistungserbringung für die Abfalllogistik etwa auf dem heutigen Kostenniveau erbracht wird“, sagte Umwelt-Staatsrat Ronny Meyer.

Nehlsen habe zudem zugesichert, dass die Mitarbeiter nicht über Drittfirmen beschäftigt und damit fast so gut bezahlt werden wie im öffentlichen Dienst. Das waren laut Ressort die wichtigsten Gründe dafür, den Auftrag bei Nehlsen zu lassen. Der Zuschlag sichere 140 Arbeitsplätze, sagte Firmensprecher Michael Drost.

Das im Bremer Norden ansässige Entsorgungsunternehmen hatte zuvor zwei Ausschreibungen verloren. Der Einsammlungsauftrag für die Gelbe Säcke ging an die Wiesbadener Firma RMG Rohstoffmanagement. Sie übernimmt das Geschäft zum 1. Januar nächsten Jahres.

Und die Ausschreibung für die Verwertung des Bremer Biomülls hat die Firma Remondis gewonnen. D as bundesweit tätige Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Lünen kutschiert ab Juli 2018 den Bremer Biomüll (25.000 Tonnen pro Jahr) in eine Verstromungsanlage in Bohmte bei Osnabrück. 

je

Rubriklistenbild: © dpa

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