Ressorts Wirtschaft und Bau verständigen sich auf Sofortprogramm / Sperrung dauert an

Hilfe für den Wall

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Die Sperrung des Walls dauert nach dem Großbrand bei „Harms“ mindestens weitere sechs Wochen an. Unterdessen haben sich die Ressorts Wirtschaft und Bau auf ein Sofortprogramm für den Wall verständigt.

Bremen - Mit einem Sofortprogramm soll die schwierige Lage der Wall-Kaufleute nach dem Großbrand verbessert werden. Darauf haben sich gestern Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) und Bausenator Joachim Lohse (Grüne) mit der Wall-Werbegemeinschaft verständigt. „Wir wollen die Zukunft des Walls sichern helfen“, betonte Günthner am Nachmittag. „Angesichts der Brandruine und der eingeschränkten Durchgängigkeit des Walls werden die nächsten Monate für die Kaufleute am Wall eine schwierige Zeit werden. Wir brauchen hier aber zur Bewältigung der aktuellen Situation und für die künftige Entwicklung eine stabile Einzelhandelssituation“, sagte er.

Die von der City-Initative in Absprache mit der Wall-Werbegemeinschaft entwickelten Maßnahmen sehen vor, die Eingangssituation zum Wall mit Bannern, Stelen, Eingangsschildern und Lichtobjekten zu verbessern. Vorgesehen sind für die nächsten Monate auch Leitsysteme, die auf den Wegen angebracht werden, Pflanzkästen, ein kostenfreies WLAN-Netz und Liegestühle für die Wallanlagen. Am 13. September soll das Wall-Fest mit verkaufsoffenem Sonntag nachgeholt werden. Finanziert werden die 80 000 Euro für das Programm durch das Wirtschaftsressort. Lohse sagte zu, unbürokratisch für die erforderlichen Genehmigungen zu sorgen. Das Amt für Straßen und Verkehr sowie die Stadtentwickler hätten Probleme direkt in den Gesprächen ausgeräumt. Lohse und Günthner hoben hervor, dass das Sofortprogramm nur ein erster Schritt auf dem Weg sei, den Wall dauerhaft zu stärken. Die Alternativen für die verkehrliche Erschließung würden jetzt geprüft. Wichtig sei eine „offene Debatte ohne Vorfestlegungen oder Tabus“, hieß es. Die Senatoren appellierten an die zuständigen Stellen, „schnellstmöglich die Voraussetzungen für den Abriss und die Neuplanung“ des Gebäudes „Harms am Wall“ zu schaffen. Das aus dem Jahr 1909 stammende Haus war bei einem Großbrand im Mai komplett zerstört worden. Auch angrenzende Geschäfte wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Unterdessen teilte die Baubehörde mit, dass der Wall weiterhin gesperrt bleibt. Sie geht von sechs Wochen aus, wenn denn beim Abriss von Hand des Dachgeschosses keine Probleme auftreten. Die Absperrung wird bis zur gegenüberliegenden Baumreihe erweitert. An der Verkehrsführung ändere sich nichts. So bleibe der Wall für Lieferverkehr bis zur Baustelle von beiden Seiten anfahrbar.

gn

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