Das Reiseziel Bremen boomt: Mehr Gäste und mehr Übernachtungen

Rekordwerte im Tourismus

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Das Übersee-Museum, das derzeit eine Wal-Ausstellung zeigt, liegt hinter dem Universum auf Platz zwei der meistbesuchten Freizeitangebote in Bremen, geht aus einer Gästebefragung hervor. Die Bremer Touristik-Zentrale hat in der Hansetadt erneut Rekordwerte erzielt.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen boomt. Die Hansestadt und ihre Schwesterstadt Bremerhaven ziehen immer mehr Touristen an. Die Zahl der Hotelgäste ist im Jahr 2015 im Land Bremen um 4,5 Prozent auf mehr als 1257804, die der Übernachtungen um 3,8 Prozent auf 2374748 gestiegen. Das geht aus der Jahresbilanz der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) hervor. Laut Wirtschaftssenator Martin Günther (SPD) sind das neue Rekordwerte.

Der Städtetourismus liegt im Trend. Und Bremen zähle zu den „Hip-Städten“, sagte Ursula Carl, Vorsitzende des Verkehrsvereins, gestern auf der Pressekonferenz in der wiederbelebten Union-Brauerei an der Theodorstraße. „Bremen erfreut sich einer sehr angenehmen Beliebtheit“, formulierte es Andreas Cors vom Statistischen Landesamt. So weit, so gut. In den gewerblichen Übernachtungsbetrieben der Stadt Bremen registrierten die Statistiker mehr als 1,06 Millionen Gäste (plus 4,7 Prozent), die knapp zwei Millionen (plus 4,2 Prozent) Nächte in den Hotelbetten verbrachten. Zwei Drittel werden von Geschäftsreisenden gebucht.

Der Boom wirkt sich aus: So leben in der Stadt Bremen den Angaben zufolge 30620Personen vom Tourismus. Der Bruttoumsatz ist auf 1,722 Milliarden Euro gewachsen. Und: Jeder Übernachtungsgast gibt pro Tag im Schnitt 178,38 Euro an der Weser aus. „Unsere Marketingstrategie geht auf“, sagt BTZ-Geschäftsführer Peter Siemering, Bremens Chef-Vermarkter. Er verwies auf „kernige Argumente“, „die internationale Vernetzung“, „ein paar Alleinstellungsmerkmale“ sowie ein „exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis“. Laut Siemering haben Gästebefragungen ergeben, dass „die Qualität stimmt“. Übrigens: Die Touristen, die Bremen ansteuern, werden jünger. Das Durchschnittsalter lag 2015 bei 42 Jahren.

Deutsche Städtetouristen und Urlauber haben etwa 77 Prozent der Übernachtungen in Bremen gebucht, sagte Statistiker Cors. Den Spitzenplatz unter den ausländischen Quellmärkten belegte die Niederlande mit 46751 Übernachtungen (plus 14,1 Prozent) vor Großbritannien (46208, plus 4,9 Prozent), Frankreich (27294, plus 1,6) und Spanien (27245, plus 3,9). Die USA liegen auf Platz fünf (26218), China ist auf Platz zwölf (12128) vorgerückt. Laut Ursula Carl stehen den Gästen in Bremen derzeit 84 Hotels mit insgesamt 10489 Betten zur Auswahl. Und das sind fast 40Prozent mehr als vor zehn Jahren. Die Bettenauslastung ist den Angaben zufolge in jenem Zeitraum trotzdem gestiegen – von 40,8 auf 45 Prozent. Erstmals reisten laut Siemering mehr Touristen mit der Bahn an als mit dem eigenen Auto (39 zu 37 Prozent). Es folgen Flugzeug (knapp 15 Prozent) und Fernbus (zehn Prozent).

Das Wirtschaftsressort bastelt derzeit an einem neuen Tourismusprogramm für 2020/2025. Das soll Ende dieses Jahres vorgelegt werden. Derweil rechnet Siemering auch für 2016 mit einem guten Jahr. Der BTZ-Chef verweist auf „touristisch relevante Veranstaltungen auf dem Kalender“. Dazu zählt er die Sonderausstellung „Max Liebermann – Reiten, Tennis, Polo“ ab 22. Oktober in der Kunsthalle, das Borgward-World-Meeting im Mai und den Deutschen Straßen- und Verkehrskongress im September. Außerdem werde der Dreimaster „Alexander von Humboldt“ im Sommer vom Europahafen an die Schlachte verlegt.

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