Vier Verletzte

Flammeninferno brennt Familienhaus in Bremen nieder

Panik in der Nacht: Die Einsatzkräfte rücken zu einem Reihenhaus in Bremen-Walle aus. Das Gebäude steht in Vollbrand. Eine Person wird schwer verletzt.

Bremen – Komplett ausgebrannt ist am Mittwochabend, 30. Juni 2021, in der Melanchthonstraße im Bremer Stadtteil Walle ein Reihenmittelhaus. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen alle Stockwerke in Vollbrand. Drei Bewohner mussten mit Rauchgasvergiftungen in Kliniken gebracht werden. Eine Person wird so schwer verbrannt, dass er noch in der Nacht in eine Hamburger Klinik gebracht werden muss.

Stadt im Land Bremen:Bremen
Fläche:325,56 Quadratkilometer
Einwohner:566.573 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:0421
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte (SPD)

Zeitgleich um 22:15 Uhr gingen bei der Notrufzentrale mehrere Anrufe ein. „Für uns ein sicheres Indiz dafür, dass ein größerer Einsatz ansteht“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Michael Richartz. Bereits bei der Anfahrt konnten seine Kameraden aus weiter Entfernung den hellen Feuerschein über den Dächern des Viertels sehen.

In der Wohnstraße eingetroffen, loderten Flammen vom Erdgeschoss bis in das ausgebaute Dachgeschoss. Sofort wurden weitere Kräfte nachalarmiert und mit den Löscharbeiten begonnen.

Reihenhaus in Bremen-Walle nach Brand unbewohnbar: Bewohner können sich in letzter Sekunde retten

Zum Zeitpunkt des Brandausbruches hielten sich drei Bewohner in dem Gebäude auf. Sie konnten sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr in der sprichwörtlich letzten Sekunde aus dem Gebäude retten. Ein Notarzt untersuchte sie noch vor Ort und wies sie mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser ein. Eine der drei Personen zog sich bei seiner Flucht zusätzlich Brandverletzungen am Kopf zu. Über den genauen Zustand der Hausbewohner konnte die Feuerwehr am Einsatzort keine Auskünfte geben.

Aus mehreren Rohren wurden die Flammen bekämpft. Dabei leisteten zwei Drehleitern wertvolle Hilfe. Von ihnen aus konnte ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Reihenhäuser über den Dachstuhl verhindert werden. Von den Körben aus wurden die Dachziegel abgeschlagen und Glutnester im Gebälk abgelöscht.

Im Bremer Stadtteil Walle ist am Mittwochabend ein Mehrfamilienhaus in Brand geraten.

Zeitgleich durchsuchten Brandbekämpfer alle Räume und löschten auch hier Möbel und Gegenstände ab. Gegen Mitternacht, gut zwei Stunden nach Einsatzbeginn, war das Feuer unter Kontrolle. Trotzdem zogen sich die Nachlöscharbeiten noch bis tief in die Nacht.

Reihenhaus in Bremen-Walle nach Brand unbewohnbar: Anwohner werden per Warn-Apps und Radio gewarnt

Während der Löscharbeiten zog giftiger Qualm durch die angrenzenden Wohnstraßen. Anwohner wurden per Warn-Apps und mit Rundfunkdurchsagen davor gewarnt. Trotzdem versammelten sich viele Schaulustige in den umliegenden Straßen.

„Das Gebäude ist ein Totalschaden, das muss man so sagen, aber positiv ist, dass die Menschen überlebt haben“, sagte Michael Richartz. Ob die beiden angrenzenden Reihenhäuser noch bewohnbar sind, konnte der Pressesprecher am späten Abend noch nicht sagen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Erst Anfang Juni 2021 hatte es einen Feuerwehreinsatz im historischen Rathaus in der Innenstadt Bremen gegeben. Im Dachgeschoss des Rathauses war es in einem Raum, in dem eine Batterie-Anlage für die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) steht, ein Brand ausgebrochen. Ebenfalls im Juni hatte es einen heftigen Brandanschlag auf die Polizei Bremen gegeben, bei dem mehrere Fahrzeuge zerstört wurden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert am: 1. Juli 2021, 08:30 Uhr.

Rubriklistenbild: © Christian Butt

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