Regenjacken aus Zeltplanen

Kunsthandwerker stellen in der Bremer Glocke aus

+
Filzfiguren von Christiane Wohlt sind beim Kunsthandwerkermarkt zu sehen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Der Herbst ist da, die Adventszeit naht. Da ist es mal wieder Zeit für Kunst, Handwerk und Design – sprich: Zeit für den gleichnamigen Kunsthandwerkermarkt von Dietlinde Zacher („Arte Factum“) in der Glocke an der Domsheide. Zeit für einen Markt, den es seit nunmehr 25 Jahren gibt. Der Termin in diesem Jahr: Sonntag, 12. November, 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt vier Euro.

Die Künstler kommen aus ganz Deutschland, um ihre Arbeiten in Bremen zu präsentieren. Skulpturen aus Stahl und Bronze, handgewebte Wolldecken, Seifen und Düfte, Korsagen und Ballkleider – all das ist ebenso in der Glocke zu sehen wie Regenjacken aus Zeltplanen, Schmuck aus Bestecken sowie Taschen und Glasobjekte. Und so weiter, und so fort.

Auch Sehnsuchtsbilder gibt es – Bilder, die Sehnsüchte wecken wollen und sollen. Zacher: „Die Verdenerin Katja Priebe ist Technikerin für Raumgetaltung und Innenausbau und zeichnet für ihre Kunden seit 25 Jahren Perspektiven in der Hotel- und Gaststättenplanung. Seit zwei Jahren zeichnet sie nun phantasievolle Sehnsuchtsbilder.“ Das Ausgangsmaterial für den handgearbeiteten Schmuck von Ute Folkerts sind derweil antike, massiv-silberne Löffel und Gabeln. „Jedes der patentrechtlich geschützten Schmuckstücke ist meisterlich verarbeitet“, so Organisatorin Zacher.

Unikate aus Metall: Skulpturen von Paul Hüls – zu sehen in der Glocke. - Foto: Zacher

Norbert Egeling hat seine Liebe zu Naturmaterialien und sein handwerkliches Geschick zum Beruf gemacht – er lernte Täschner, spezialisierte sich später als Feintäschner, studierte Erzeugnisentwicklung und Konstruktion an einer Fachhochschule für Lederverarbeitungstechnik und ist Diplom-Designer. Später entschloss er sich, selbst einen Handwerksbetrieb aufzubauen. Mit großer Liebe zu feinen Lederarbeiten hat er vor drei Jahren eine Lederwerkstatt eröffnet. Nun kommt er in die Glocke.

„Korsett-Kult“ heißt das Unternehmen der Bremerin Iris Undine Katzur. Sie fertigt mit ihrem Team passgenaue Unikate nach Kundenwunsch an, so Zacher. Und zusammen mit Christian Meentzen bietet sie Abend- und Ballkleider im 30er-Jahre- und Rokkokostil sowie Maß-Dirndl an.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Bericht: Nordkorea sprengt Atomtestgelände

Bericht: Nordkorea sprengt Atomtestgelände

Warum der Pfälzerwald seinem Namen alle Ehre macht

Warum der Pfälzerwald seinem Namen alle Ehre macht

Gut organisiert ohne Papier

Gut organisiert ohne Papier

Viele Überraschungen im Opferstock der Martfelder Kirche

Viele Überraschungen im Opferstock der Martfelder Kirche

Meistgelesene Artikel

Schnell mal nach Sylt - neue Flugverbindung ab Bremen Airport

Schnell mal nach Sylt - neue Flugverbindung ab Bremen Airport

Seehofer greift hart durch und verbietet Bremer Bamf-Außenstelle Asylentscheidungen

Seehofer greift hart durch und verbietet Bremer Bamf-Außenstelle Asylentscheidungen

„Wenn man erstmal stinkt“ - mit Ekel gegen Vergewaltiger und Räuber

„Wenn man erstmal stinkt“ - mit Ekel gegen Vergewaltiger und Räuber

Von Auto in Bremen erfasst: Zehnjähriger schwer verletzt

Von Auto in Bremen erfasst: Zehnjähriger schwer verletzt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.