Von Thomas Kuzaj

Regen, Sonne und Messing

Mit dem goldenen Hammer zur Auktion – die Bremer Künstlerin Petra Heitkötter (l.) und die Auktionatorin, die Hamburger Konzertpianistin Gabriele Wulff, im Kunstsalon.

Bremen - · Gut, dass der Wall überdacht ist! Zwar schien gestern auch mal die Sonne, aber sie tat dies eben nur gelegentlich. Eher selten. Ganz anders der Regen. Er ließ sich häufiger mal sehen, und wenn, dann auch gleich richtig. Und zuweilen gar mit Donnergrollen.

Und dennoch feierten etliche Besucher aus Bremen und dem Umland den Schlachte-Geburtstag, wo gestern Nachmittag hoffnungsfroh der Pop-Klassiker „Sunny“ angestimmt wurde. Und dennoch kamen die Kunden zum verkaufsoffenen Sonntag.

Am Wall nämlich öffneten die Geschäftsleute ihre Türen zum „Wall-Fest“. Die Bremer Künstlerin Petra Heitkötter, bekannt unter anderem für ihre Wall-Froschkönige und für ihren häufigen Einsatz goldener Farbe, griff derweil zum Hammer. Zum Auktionshammer, um genau zu sein. Den hatte sie zuvor selbstverständlich auch in goldene Töne getaucht. Heitkötter hatte sich zu einer Art Ausverkaufs-Aktion entschlossen. „Wegen eines Umzugs“ bot sie „177 Arbeiten aus 25 Jahren zu reduzierten Preisen“ an – eine Aktion im Rahmen des „Wall-Fests“ und im Rahmen der Heitkötter-Retrospektive im Kunstsalon Leuwer (Am Wall 171, bis 12. Juni). Froschkönige gab es für 33 (statt 77) Euro. Ein „Goldrausch“ war von 1 100 Euro auf den „Spektakelpreis 500 Euro“ gesunken. Und die Resonanz? „Es ist der Hammer“, sagte die Malerin gegen 16 Uhr am Nachmittag. Da hatte sie schon ein paar Dutzend Bilder verkauft. Und es ging noch weiter.

Denn zusätzlich zu den Sonderpreisen gab es, womit wir erneut zum Hammer-Thema kommen, eine Versteigerung. Als Auktionatorin trat die Hamburger Konzertpianistin und Dozentin an der Musikhochschule in Rostock, Gabriele Wulff, auf. Heitkötter: „Wir kennen Versteigerungen auch nur aus dem Fernsehen. Wir fangen erstmal mit den kleinen Bildern an. Zum Einüben.“

Zu Beginn pries Wulff ein rotes Dreieck mit goldenem Kreis an: „Wir haben hier ein wunderbares Kunstobjekt.“ Der Einstiegspreis lag bei einem Euro. Schnell wurden fünf geboten. Dann zehn. 15. Wulff zur Künstlerin: „Ist es pures Gold?“ Heitkötter: „Nee, nein, es ist Messing. Das kann ich besser verarbeiten.“ 20 Euro. 25, 27. Draußen zogen Donnerwolken auf. Dann fiel der Hammer. Für 30 Euro wechselte das Werk den Besitzer.

WWW.

petraheitkoetter.de

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