500 Bundespolizisten im Einsatz

Großrazzia wegen Handels mit gestohlenen Lenkrädern

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Die Polizei nahm insgesamt vier Verdächtige fest.

Verden/Bremen - Eine Diebesbande hatte es seit Monaten auf Lenkräder aus Neufahrzeugen abgesehen, die auf Güterzügen verladen waren. Ihre Beute verkauften sie über Hehler. Nun stoppte die Polizei mit einer Großrazzia das Geschäft.

Sichergestellte Lenkräder

Knapp 500 Bundespolizisten haben bei einer Razzia gegen eine Hehler- und Diebesbande vier Verdächtige festgenommen. Gegen die Männer im Alter zwischen 22 und 31 Jahren aus Bremen wurden Haftbefehle erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft Verden am Mittwoch mit. Die Kriminellen sollen auf Bahnhöfen im Großraum Bremen Multifunktionslenkräder aus verladenen Neuwagen gestohlen haben.  Insgesamt stehen elf Männer im Verdacht, Lenkräder und andere hochwertige Fahrzeugteile ausgebaut und entwendet zu haben. Den Schaden schätzen die Ermittler auf einen sechsstelligen Betrag. An 20 Orten in Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg seien am Mittwoch Wohnungen, Lagerräume, Werkstätten und eine Bar durchsucht worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Lutz Gaebel.

Die Bande soll seit Dezember 2014 bis Anfang Mai an den Bahnhöfen in Bremen-Mahndorf sowie Etelsen und Achim im Kreis Verden zugeschlagen haben. Dabei sollen unter anderem die Scheiben von Neuwagen eingeschlagen worden sein, um an die Lenkräder zu kommen. Bei den Durchsuchungen seien neben Beweismaterial auch 75 der gestohlenen Lenkräder sichergestellt worden, sagte Gaebel. Diese wollte die Bande über Onlineportale oder direkt bei Händlern in Deutschland verkaufen. Ob auch gegen Händler ermittelt wird, wollte der Staatsanwalt nicht sagen.

Großrazzia gegen Hehler- und Diebesbande in Bremen

Nach einer Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft ging in den vergangenen Jahren zwar die Zahl der aus Autos gestohlenen Dinge zurück, doch nahm die Schadenshöhe erheblich zu. Bei Diebstählen von Radios oder Navigationsgeräten sank die Zahl der Taten zwischen 2009 und 2013 von 160 000 auf 120 000. Die Schadenssumme allerdings stieg von 160 auf 178 Millionen Euro.
dpa

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