Update: Betrieb läuft wieder normal

Klinikum Mitte: Rauch in der Notaufnahme

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Großaufgebot der Feuerwehr an der Notaufnahme des Klinikums Bremen-Mitte: Der Rauch hat sich verzogen, doch in einem Kriechkeller schmort es weiter, weil ein Bagger ein 10 000-Volt-Kabel beschädigt hat.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Ein bizarres Bild am Nachmittag in der St.-Jürgen-Straße: Im Eingangsbereich des Klinikums Mitte sperrt die Polizei die Fahrbahn. Wo man hinguckt, stehen Feuerwehrfahrzeuge. Doch abgesehen von den dezenten Ausdünstungen eines Schornsteins ist kein Rauch mehr zu sehen.

Update, Mittwochmittag:
Seit Dienstagabend läuft der Betrieb am Klinikum Bremen-Mitte wieder normal. Auch die Notaufnahme, die aufgrund des Brandes geschlossen wurde, ist wieder geöffnet für Patienten.

Das Geschehen am Dienstag

Die Notaufnahme ist geräumt und außer Betrieb. In einem Kriechkeller darunter schwelt noch immer ein Brand, ausgelöst durch die Beschädigung eines 10 000-Volt-Kabels bei Bauarbeiten durch einen Bagger.

In einem Bereich des angrenzenden Gebäudes 2 fiel durch die Beschädigung des Kabels sofort der Strom aus. Der wird zum Glück nicht für medizinisch relevante Anwendungen gebraucht.

Mittags gegen 13.30 Uhr sah es bei der Klinik noch anders aus. Bei der Feuerwehr geht eine Alarmmeldung ein: Rauchschwaden dringen in die Notaufnahme und einen zentralen Operationssaal ein. Die Aufnahme wird sofort abgemeldet, Rettungskräfte sollen andere Notaufnahmen anfahren. Der Bereich wird abgesperrt. Die Sicherheitskräfte bitten ankommende Patienten, möglichst in anderen Kliniken oder bei Ärzten Hilfe zu suchen.

Feuerwehr und Sicherheitskräfte vor der Notaufnahme: Der Betrieb wurde eingestellt.

„Die Einsatzkräfte der Wache 2 in der Bennigsenstraße sahen bei der Anfahrt bereits eine starke Rauchentwicklung“, berichtet Karl-Heinz Knorr, Leiter der Feuerwehr Bremen. „Wir haben 130 Leute und 35 Fahrzeuge im Einsatz. Der Rauch kam aus mehreren Schächten und einem Kriechkeller.“ 

Doch zunächst müssen die Helfer warten. Die 10.000 Volt liegen noch an. „Wir wissen nicht genau, wie der Kriechkeller aufgebaut ist. Wir haben keine Pläne“, sagt Andreas Desczka, Sprecher der Feuerwehr. In einem Bauloch bei einem Bagger ist das Starkstromkabel zu sehen.

Um 16 Uhr ist das Kabel abgeklemmt. In Atemschutzmasken dringen die Feuerwehrkräfte in den Kriechkeller vor und bekämpfen Brandnester. Um 16.45 Uhr verkündet Knorr auf einer Pressekonferenz: Die Lage ist unter Kontrolle.

Feuer im Bremer Klinikum Mitte

Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand am Klinikum Bremen-Mitte. © dpa/Carmen Jaspersen
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand am Klinikum Bremen-Mitte. © dpa/Carmen Jaspersen
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand am Klinikum Bremen-Mitte. © dpa/Carmen Jaspersen
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand am Klinikum Bremen-Mitte. © dpa/Carmen Jaspersen
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte.
Mehrere Kurzschlüsse verursachten einen Brand im Klinikum Bremen-Mitte. © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski

Die Notaufnahme und ein anliegender Operationssaal sind evakuiert worden. Klinikleiterin Daniela Wendorff betont, dass dies in einem sehr geordneten Prozess geschehen sei. „Es hat zu keiner Zeit eine Gefährdung für Patienten, Angehörige oder das Personal bestanden“, sagt sie.

Laufende Operationen zu Ende gebracht

Laufende Operationen seien zu Ende gebracht und die Narkosen ausgeleitet worden, so Michael Winterhalter, ebenfalls Klinikleiter. „Die Patienten sind ganz normal aufgewacht. Sie haben nichts von dem erlebt, was Sie hier miterleben.“ Danach wurde ein Ersatz-Operationssaal eingerichtet, um für Notfälle gewappnet zu sein. Im Klinikum Mitte kann in 23 Sälen operiert werden, nach 16 Uhr sind normalerweise nur noch sechs Säle einsatzbereit.

Bis abends ist unklar, wie lange die Notaufnahme geschlossen bleiben muss. „Es muss sichergestellt werden, dass das abgeschaltete 10.000-Volt-Kalbel bei der Wiederinbetriebnahme nicht erneut zum Problem wird. Das hängt davon ab, was die Techniker vorfinden“, sagt Knorr. Über die anfallenden Kosten haben Wendorff und ihr Team noch nicht nachgedacht. „Das kommt morgen auf uns zu“, sagt Wendorff. Zunächst hoffen alle, dass bald wieder Normalbetrieb möglich ist.

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