Schlägerei vor Disco: Vier Polizisten verletzt

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Die Bremer Polizei verlebte nach eigenen Angaben unruhige Weihnachten.

Bremen - „Von ruhigen Feiertagen zu sprechen, verbietet sich quasi schon von selbst“, kommentierte eine Polizeisprecherin die Einsatzbilanz an den Feiertagen. „Dort, wo die Polizei hin muss, laufen andere davon.“ Ruhig war es wahrlich nicht. Bei einer kräftigen Auseinandersetzung vor einer Diskothek wurden Polizisten verletzt. In Vegesack wurden vier Zigarettenautomaten aufgesprengt. Zwei Parzellenhäuschen brannten aus. Es gab Raubtaten und Antanzdiebstähle, einen handfesten Streit in einer Flüchtlingsunterkunft. Und ein herrenloser Koffer sorgte für Aufsehen.

Ein eskalierender Streit zwischen Türstehern und unerwünschten Gästen vor einer Disco am Hillmannplatz löste einen Polizeieinsatz aus. „Die Einsatzkräfte versuchten, die beiden Lager zu trennen“, sagte die Polizeisprecherin. Doch die abgewiesenen Besucher erwiesen sich als äußerst aggressiv. „Offenbar suchten die Störer eine körperliche Konfrontation“, hieß es. Das sei verhindert worden. Die Situation beruhigte sich etwas. Einer der Hauptaggressoren, ein 22-Jähriger, gebärdete sich laut Polizei „wie wild“, als er zum Streifenwagen geführt werden sollte. Er schlug und trat um sich. Ein Polizist renkte sich die Schulter aus. Seine Kollegin und ein Kollege erlitten Schlagverletzungen im Gesicht. Einer vierten Kollegin wurde der Daumen umgedreht. Der 22-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von etwas über ein Promille. Ihn erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen Widerstands.

Am frühen Morgen des 2.Weihnachtstages wurden zwei 18 und 21 Jahre alte Männer auf offener Straße um Portemonnaie und Smartphone erleichtert – von drei Antänzern. Dabei kam zu einer Rangelei mit Schlägen und Tritten, als einer der Männer versuchte, sein Handy zurückzubekommen. Das Tätertrio flüchtete. Am Abend wurde dann ein 17-jähriger Bremer am Buntentorsteinweg ausgeraubt. Der Täter bedrohte ihn mit einem Messer und forderte sein Handy und Bargeld. Als der 17-Jährige angab, nichts bei sich zu haben, verletzte ihn der Täter mit dem Messer im Gesicht. Dem Opfer gelang die Flucht.

Bei einem Diebstahl am Hauptbahnhof wurde gestern Morgen einer 26 Jahre alten Frau das Mobiltelefon aus der Jackentasche gestohlen. Sie bemerkte den Diebstahl jedoch, wehrte sich und es gab ein Gerangel mit dem Täter. Dabei warf der Dieb mit einer Glasflasche nach der 26-Jährigen. Der Täter flüchtete, wurde aber von zivilen Einsatzkräften festgenommen. „Dieser 16-jährige Straftäter aus Algerien ist für die Polizei kein Unbekannter“, sagte die Polizeisprecherin. Gegen ihn wurde ein weiteres Strafverfahren eingeleitet.

Am Vormittag des 2.Weihnachtstages rückte ein großes Polizeiaufgebot zu einer Flüchtlingsunterkunft am Niedersachsendamm aus. Zehn Streifenwagenbesatzungen schlichteten eine Auseinandersetzung zwischen zwei Flüchtlingsgruppen. Eine der Parteien wurde in eine andere Unterkunft verlegt. Zwei Männer wurden in Gewahrsam genommen, hieß es.

Ein herrenloser Koffer in einer Straßenbahn sorgte am Nachmittag des 2. Weihnachtstags für einen zunächst größeren Polizeieinsatz an der Domsheide. Zwei Männer hatten in der Bahn einen Koffer abgestellt und dann schnell die Bahn am Hauptbahnhof verlassen. Doch einer der Männer entschärfte den Polizeieinsatz, in dem er sich schnell meldete. Er gab an, dass er mit seinem Bruder noch ein Ticket am Bahnhof habe ziehen müssen, damit dieser seinen Zug in Richtung Osnabrück noch erreichen konnte. Diese Situation habe sich recht hektisch gestaltet, so dass beide am Bahnhof die Straßenbahn verließen und den Koffer vergaßen.

Schließlich brannten am Heiligabend in Walle zwei Holzparzellen aus. Personen wurden nicht verletzt.

je

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