Touristik-Zentrale verkauft Banknotenimitate

Bremer Rathaus auf einem Null-Euro-Schein

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Die Leiterin der BTZ Tourist-Informationen, Ute Schemming, freut sich über die unerwartet starke Nachfrage der Sammler nach dem neuen Bremer Null-Euro-Schein.

Bremen - Ist Bremen etwa nichts wert? Ein Null-Euro-Schein mit den Bremer Stadtmusikanten und dem Rathaus als Motiv erweckt den Eindruck. Aber nur auf den ersten Blick. Die Scheine sehen täuschend echt aus, es handelt sich aber nur um Souvenirs. Erhältlich sind die Sammlerscheine in den Tourist-Informationen der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) – für 2,50 Euro pro Blatt.

Seit 2015 gibt es die Null-Euro-Scheine in verschiedenen Ländern, jeweils mit Motiven von Städten oder touristischen Einrichtungen. Das Banknotenimitat ist eine Entwicklung des Franzosen Richard Faille. Der Schein hat einen Nominalwert von null Euro und wird von der französischen Wertpapierdruckerei Oberthur Technologies auf Sicherheitspapier gedruckt. 

Der Schein besitzt den Angaben zufolge sogar einige für Banknoten typische Sicherheitsmerkmale, wie zum Beispiel Wasserzeichen, Kupferstreifen, Hologramm, Durchsichtsregister, Gelddruckerei-Sicherheitshintergrund, fluoreszierend unsichtbare Tinte und eine individuelle Seriennummer. Der in Violett gehaltene Null-Euro-Schein ist auf ähnlichem Papier wie die Euro-Banknoten gedruckt, nur etwas größer als eine 20-Euro-Note.

Ein begehrtes Sammlerstück: Die Null-Euro-Scheine tragen typische Bremer Motive – Stadtmusikanten und Rathaus.

„Zunächst waren wir etwas skeptisch, ob es sich lohnen würde, einen solchen Schein auch für Bremen produzieren zu lassen“, sagt Ute Schemming, Leiterin der BTZ-Tourist-Informationen. „Aber die Nachfrage ist unglaublich. Bereits bevor wir die Scheine geliefert bekamen, hatten wir 2.500 Vorabbestellungen von Sammlern.“

Seit Mittwoch bietet die Bremer Touristik-Zentrale das Souvenir für 2,50 Euro in ihren Tourist-Informationen zum Verkauf an. „Viele Kunden erstehen ihn als Geschenk, nutzen ihn als Gutschein oder einfach nur als Gag. Und natürlich gibt es nach wie vor viele Menschen, die die Scheine aus unterschiedlichen Ländern und Einrichtungen als Sammlerobjekt sehen“, sagt Schemming. 

Null-Euro-Scheine gab es zuerst in Frankreich

So trudeln schon seit Bekanntgabe der Produktion eines Bremen-Scheins diverse frankierte Rückumschläge bei der BTZ ein, in denen die Sammler oft auch genaue, manchmal auch kuriose Angaben machen, wie der bestellte Schein versendet werden soll.

Die Rückseite der Null-EuroScheine zeigt Motive aus verschiedenen Ländern Europas. Der erste deutsche Schein mit der Null wurde am 30. März 2016 vom Zoo Duisburg für jeweils drei Euro herausgegeben. Die Stadt Kiel verkauft den Schein mit dem Motiv „Gorch Fock“.

Null-Euro-Scheine gab es zuerst in Frankreich. Jetzt gibt es sie eben auch in Deutschland sowie in Österreich, Belgien, Spanien und den Niederlanden. - je

Bremer Tourist-Information

Im Kontorhaus am Marktplatz

Öffnungszeiten Mo-Fr 9.30-18.30 Uhr Sa 9.30-17 Uhr So (sowie feiertags) 10-16 Uhr

Im Hauptbahnhof

Öffnungszeiten Mo-Fr 9-18.30 Uhr Sa-So (feiertags) 9.30-17 Uhr

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