Bremerhaven soll Heimathafen sein

Raketen von der Nordsee ins All: Weltraumbahnhof rückt näher

Von einem Spezialschiff mit Startrampe sollen möglichst bald mit kleinen Trägerraketen kleine Satelliten ins All transportiert werden.
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Eine Rakete steht auf einer Plattform der German Offshore Spaceport Alliance (GOSA) in der Nordsee (Computergrafik).

Kleine Trägerraketen sollen künftig von einem Spezialschiff in der Nordsee ins All starten. Heimathafen soll Bremerhaven sein. Der erste Start soll 2023 erfolgen.

Bremerhaven/Berlin – Das deutsche „Cape Canaveral“ rückt näher. Der deutsche Weltraumbahnhof wird allerdings mit dem legendären amerikanischen Vorbild wenig gemeinsam haben: Geplant ist vielmehr eine schwimmende Startplattform für kleine Trägerraketen in der Nordsee. Konkret handelt es sich um ein Spezialschiff mit Startrampe, dessen Heimathafen Bremerhaven sein soll.

Stadtgemeinde:Bremerhaven
Einwohner:113.557
Fläche:93,82 km2
Vorwahl:0471
Oberbürgermeister:Melf Grantz (SPD)

Vier europäische Raketenhersteller haben am Montag, 06. September 2021, in Berlin Absichtserklärungen für die Zusammenarbeit mit der German Offshore Spaceport Alliance (GOSA) unterzeichnet. Der erste Start eines Microlaunchers – also einer Mini-Rakete – aus der Nordsee ist für 2023 anvisiert. Zur German Offshore Spaceport Alliance gehört unter anderen auch das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB.

Deutscher Weltraumbahnhof: Kleinsatelliten als „Wachstumsmarkt“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kündigte eine „New-Space-Kleinsatelliten-Initiative“ an. Damit solle die deutsche Raumfahrtindustrie gestärkt werden und Spitzentechnologie Anwendung finden. Kleinsatelliten gehöre die Zukunft, erklärte Altmaier. Der Weltraum sei ein „dynamischer Wachstumsmarkt“.

Eine Rakete startet von einer Plattform der German Offshore Spaceport Alliance (GOSA) aus (Computergrafik).

Durch Kleinsatelliten könnten unter anderem Daten zum Klima- und Umweltschutz sowie zum Katastrophenschutz gewonnen werden – der Staat könne daher „Ankerkunde“ einer Startplattform werden.

Bremerhaven als Heimathafen: Vorteile für Start-ups und mittelständische Unternehmen

Laut dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, würden vor allem Start-ups und mittelständische Unternehmen von einem vereinfachten Zugang ins All profitieren. Eine Startplattform in der Nordsee sei zentral für eine „New-Space-Wertschöpfungskette“.

Der Begriff „New Space“ bezeichnet die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt. Ein Baustein dabei ist der Bau von kleinen Satelliten, die mit Mini-Raketen, sogenannten Microlaunchern, gestartet werden können.

Der nächste Schritt ist eine Machbarkeitsstudie, die zur Hälfte von der Bundesregierung finanziert wird. Dabei sollen rechtliche und regulatorische Fragen einer Startplattform geklärt werden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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