Ausstellung im Vegesacker Museum

Overbecks Radierungen: „Temperament auf Platte“

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Unbekanntes entdecken, Vergessenes wiederentdecken. Im großen Jubiläumsjahr möchte das Vegesacker Overbeck-Museum den Blick auf besondere Aspekte im Zusammenhang mit den beiden Künstlern lenken, denen es gewidmet ist. Beim Malerpaar Fritz Overbeck (1869 bis 1909) und Hermine Overbeck-Rohte (1869 bis 1937) nämlich steht die Würdigung des jeweils 150. Geburtstags an.

Nachdem jüngst ein „Tag der offenen Tür“ Hermine Overbeck galt, steht bei der nächsten Ausstellung wieder Fritz Overbeck im Fokus. Es geht die Radierungen des Künstlers. „Wie kaum ein anderer Worpsweder Künstler ist Fritz Overbeck in seinem Selbstverständnis nicht nur Maler, sondern auch Radierer gewesen“, sagt Dr. Katja Pourshirazi, die Leiterin des Overbeck-Museums. „Seine grafischen Arbeiten bilden einen Schwerpunkt seines Schaffens von Anfang an - und doch sind sie vielen Menschen heute unbekannt.“

Dabei schrieb der Dichter Hans Bethge (1876 bis 1946) schon anno 1904 über die Radierungen Fritz Overbecks, sie seien „die gewaltigsten und leidenschaftlichsten, die in Worpswede gemacht sind. Das Wilde, Mächtigbewegte der Naturspiele, den pfeifenden Wind im Moor und drohend sich auftürmende Gewitterwolken hat keiner mit solchem Temperament wie er auf die Platte zu bringen gewusst.“

„Das künstlerische Verfahren der Radierung, bei dem eine Zeichnung in eine Kupferplatte geritzt, geätzt und anschließend im Druckverfahren auf Papier gepresst wird, gehört zu den aufwendigsten in der Kunst und verlangt hohe Präzision und Könnerschaft“, so Pourshirazi. „Mit beeindruckender Sicherheit und großer künstlerischer Freiheit erarbeitete sich Fritz Overbeck in den Jahren vor und nach 1900 einen eigenen Stil in diesem anspruchsvollen Medium und erreichte eine bis heute faszinierende, fein ausdifferenzierte Darstellung von Worpsweder Motiven.“

Pourshirazi und der Vegesacker Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt eröffnen die Ausstellung, die mehr als 40 Radierungen vereint, am Sonntag, 10. Februar, um 11.30 Uhr. Zu sehen sind die wiederentdeckten Radierungen bis zum 28. April.

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