Bremen feiert den „Welttag des Buchs“ mit einer ganzen Reihe von Lesungen und Aktionen / Rote Rosen in der Innenstadt

Don Quijote erscheint höchstpersönlich

Kein Kampf gegen die Windmühle, ein Kampf gegen den Bart! Er sitzt noch nicht, und so hilft Diener Sancho Panza (l., Michael Meyer) dem Don Quijote (Christian Bergmann).

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Wenn Don Quijote und sein Diener Sancho Panza durch einen Schwachhauser Garten toben, dann kann es nicht mehr lange dauern bis zum „Welttag des Buches“. Schon gar nicht, wenn es sich um den Garten des Instituto Cervantes handelt. Und tatsächlich – am Freitag, 23. April, ist es einmal wieder so weit.

Am 23. April feiert Spanien stets ein großes Kulturfest – in Erinnerung an „Don-Quijote“-Schöpfer Miguel de Cervantes, der am 23. April 1616 gestorben ist. Am selben Tag ehren die Katalanen zudem ihren Schutzpatron St. Jordi, indem sie Rosen verschenken. Und seit ein paar Jahren wird all das auch in Bremen gemacht, was nicht zuletzt dem Engagement des Instituto Cervantes am Schwachhauser Ring zu verdanken ist. So ist am und rund um den 23. April eine ganze Menge geplant. Wer alle Veranstaltungen besuchen möchte, dürfte kaum noch zum Lesen kommen – ein Kampf gegen Windmühlenflügel, sozusagen.

· Der Auftakt ist am Donnerstag, 22. April, im Lesegarten der Zentralbibliothek (Am Wall 201) – mit Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz (SPD). Beginn: 20 Uhr. Nach einem Grußwort von Bibliotheksdirektorin Barbara Lison präsentieren Stadtbibliothek und Literaturkontor „Wunderbare Wörterwelten“ – Bremer Autoren stellen Bücher vor, die Einfluss genommen haben auf ihr Leben und ihre Arbeit. Dabei sind Colin Böttger, Osman Engin, Konstanze Radziwill, Jens-Ulrich Davids, Ina Kronenberger, Sabine van Lessen, Detlef Michelers, Alexa Stein, Marlis Thiel und Ian Watson. Es moderiert Krimi-Autor Jürgen Alberts.

· Der katalanischen Tradition folgend, verteilt das Instituto Cervantes am 23. April rote Rosen in der Innenstadt. Beginn: 12 Uhr.

· Ebenfalls in der Innenstadt spielt am „Welttag des Buchs“ eine „Bookcrossing“- Aktion von Literaturkontor und Literaturhaus, Instituto und Bibliothek, die am 23. April beginnt. An verschiedenen Orten werden Bücher versteckt. Wer eines davon findet, soll einen kleinen Bericht über seine Erlebnisse mit dem Buch an die Adresse „kontakt@literaturhaus-bremen.de“ schicken. Und das Buch nach der Lektüre wieder „auswildern“ – zur möglichen Freude weiterer Finder. Mehr als 100 Autoren stifteten Bücher, darunter sind viele für Kinder.

· Im Instituto Cervantes dreht sich am 23. April alles um Don Quijote und seinen Diener Sancho Panza. Sie erscheinen dort wieder persönlich – gespielt von Christian Bergmann und Michael Meyer (Shakespeare-Company). Ab 19.30 Uhr steht ein Faksimile-Druck der Erstausgabe des Cervantes-Werks im Zentrum der Betrachtungen.

· Das Günter-Grass-Archiv zeigt am 23. April in der Stadtwaage (Langenstraße) von 14 bis 19 Uhr zu jeder vollen Stunde den Film „Die Legende des Don Quijote“.

· Bereits am Montag, 19. April, beginnt die Aktionswoche „Bremer Autoren für Bremer Schüler“ mit Lesungen in verschiedenen Bibliotheken. So liest Miriam Koch am Dienstag, 20. April, in der Stadtbibliothek Vegesack aus ihrem Schafsbilderbuch „Fiete Anders“ (9.30 Uhr).

· Eine Reihe von Lesungen präsentiert ab Montag auch die Buchhandlung Geist (Am Wall 161) – am 19. April kommt zum Beispiel die Krimi-Autorin Jutta Profijt („Kühlfach 4“, 20 Uhr).

· Am Sonntag, 25. April, verleiht die Grass-Stiftung im Rathaus den mit 40 000 Euro dotierten Literaturpreis „Albatros“ an den israelischen Erzähler David Grossman und dessen Übersetzerin Anne Birkenhauer. Die Laudatio auf Grossman hält Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

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