Präsident besucht Malta-Zentrum der Uni

670 Publikationen

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Spaß am Thema und mit dem Thema Malta haben hier, von links gesehen, Präsident George Abela, Uni-Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter und Professor Thomas Stolz, der Leiter des Malta-Zentrums. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj · Diplomatie: Zweiter Tag des Staatsbesuchs von Maltas Präsident George Abela in Bremen. „Wir sind sehr stolz auf das Malta-Zentrum an der Bremer Universität“, hatte der Präsident bereits am Mittwoch im Rathaus gesagt. Gestern besuchte er es dann.

Es ist das weltweit einzige Forschungsinstitut außerhalb Maltas, das sich mit den Eigenheiten der maltesischen Sprache beschäftigt – im Jahr 2012 war es auf Initiative des Bremer Sprachwissenschaftlers Professor Thomas Stolz gegründet worden.

Neben Stolz begrüßten gestern Uni-Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter und Yasemin Karakasoglu, Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität, den Gast aus der Inselrepublik. Der Präsident traf zudem auf Linguistikstudenten. Das Malta-Zentrum, so ein Uni-Sprecher, „verfügt mit mehr als 670 Publikationen über eine der größten Sammlungen maltesischer Literatur außerhalb Maltas“. Und: „Hier finden sich nahezu alle Veröffentlichungen auf Maltesisch seit dem Jahr 2000.“ Linguistikstudenten haben in Bremen die Möglichkeit, Kurse für Maltesisch zu belegen.

Das Zentrum mache die Bremer Uni zu einem „international wichtigen Anlaufpunkt für die Forschung zur maltesischen Sprache“, hieß es bereits am Mittwoch auch im Rathaus. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD): „Ich danke der Universität und insbesondere Professor Stolz, dass ein solches Projekt hilft, den Reichtum und die Vielfalt unserer europäischen Kultur sichtbar zu machen und zu bewahren. Maltesisch ist eine Sprache mit vielen Einflüssen. Sie ist eine Amtssprache der EU. Dass sich außerhalb der maltesischen Staatsgrenzen junge Menschen für diese Sprache und ihre Kultur und Tradition begeistern lassen, ist für mich auch ein Beleg für die integrierende Kraft, die das ‚Projekt Europa‘ zu entfalten in der Lage ist.

Abela ist auf Einladung der Bundesregierung in Deutschland zu Besuch. Heute wird er in Dresden erwartet.

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