Psychologe Lorenz Böllinger warnt vor "Hysterie"

"Das ist kein Krieg"

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Der ehemalige Professor an der Bremer Universität Lorenz Böllinger warnt vor Hysterie und dramatischen Aussagen. Das Potential der Verunsicherung hält er für sehr groß.

Bremen - Der Französische Staatspräsident Hollande sagt es, Harald Kujat, ehemals Vorsitzender des Militärausschusses der NATO, stimmt dem zu: Der Terror, der die Welt in den letzten Tagen bewegt, sei eine neue Form des Krieges. Bremer Strafrechtler und Psychologe Lorenz Böllinger warnt vor solchen Aussagen und Hysterie.

Der Bremer Strafrechtler und Psychologe Lorenz Böllinger hat angesichts der aktuellen terroristischen Bedrohungsszenarien vor Hysterie gewarnt. Das Potenzial für ein Verunsicherung der Gesellschaft halte er für sehr groß. „Es kommt aber entscheidend auf die Medien und die Politik an“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es habe Auswirkungen, wenn die Politik dramatisiere oder Massenmedien Hysterie verbreiteten. Es gehe auch darum, nüchtern zu formulieren.

Skeptisch bewertete der ehemalige Professor an der Bremer Universität im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris und den Terrordrohungen den Begriff des Krieges. „Natürlich kann es faktisch jeden treffen. Aber es ist kein Krieg, wo Zigtausende in Deutschland einmarschieren.“ Es seien vereinzelte Täter, die ein „solches schreckliche Unheil“ wie in Paris anrichten konnten. „Trotzdem aufs Ganze betrachtet: Da ist kein Krieg. Diesen Begriff finde ich in diesem Zusammenhang problematisch.“ dpa

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