Neues Institut soll ab Herbst für die Windkraftbranche forschen / Eine Million Euro vom Bund

Prüflabor für XXL-Zahnräder

Das Getriebe einer Fünf-Megawatt-Windenergieanlage: Zahnräder in derartigen Großgetrieben können Durchmesser von bis zu rund 2,50 Meter haben und zwei Tonnen auf die Waage bringen.

Bremen - BREMEN (je) · Die Windenergiebranche boomt. Und Bremen profitiert davon. An der Universität entsteht das „Labor für Großverzahnungsmessungen“, eine Art Prüflabor für XXL-Zahnräder, die in Windkraftanlagen installiert sind. Das laut Uni-Pressestelle „bundesweit einzigartige“ Institut soll im Herbst seine Arbeit aufnehmen. Der Bund fördert den Aufbau mit einer Million Euro.

Kommt es bei Windenergieanlagen (WEA) zu Störungen, liegt das vielfach an den Getrieben. Schäden an Lagern und Zahnrädern führen hier zu überproportional vielen Ausfällen. Erfahrungen mit Großgetrieben zum Beispiel in Schiffen oder Kraftwerken lassen sich nur bedingt übertragen, denn die Getriebe der gigantischen Windräder unterliegen besonderen Belastungen und für ihre Produktion gelten andere Anforderungen, heißt es. Und neue Erkenntnisse soll besagtes „Labor für Großverzahnungsmessungen“ liefern, das am Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) angesiedelt wird. „Durch das Labor eröffnen sich für uns vielfältige neue Forschungsmöglichkeiten“, sagt BIMAQ-Leiter Professor Gert Goch.

Ab Herbst 2010 werden dort neue und defekte WEA-Getriebe-Zahnräder gemessen, um so die Zusammenhänge zwischen Auslegung, Fertigung, Qualität und Funktionseigenschaften von Großverzahnungen und deren Auswirkungen unter anderem auf Verschleiß, Lebensdauer, Schadensart und Geräuschentwicklung zu untersuchen. Herzstück des Labors wird ein Leitz-Koordinatenmessgerät, mit dem sich Zahnräder bis zu einem Durchmesser von 2,50 Meter hochgenau messen lassen. Die Förderzusage vom Umweltministerium aus Berlin liegt vor, die EU-weite Ausschreibung für das Messgerät sei abgeschlossen, teilte die Uni-Pressestelle mit. Und der Auftrag wurde nun erteilt. „Nur ein Hersteller hat die hohen Anforderungen erfüllt“, sagt BIMAQ-Abteilungsleiter Dipl.-Ing. Axel von Freyberg. Im Sommer will Hexagon Metrology aus Wetzlar das 730 000 Euro teure Messgerät liefern.

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