Das Programm zum „Tag der Architektur“ in Bremen bietet Einblicke in Epochen

Lichtkonzept und Staffelung

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Soeben fertiggestellt – das Quartier „Gut Hoher Kamp“ in St. Magnus.

Bremen - „In den komplexen Staffelungen des Körpers werden die verschiedenen Höhen der Stadt thematisiert.“ Wann sind solche Sätze zu hören? Richtig, am „Tag der Architektur“. In diesem Jahr fällt er auf den Sonntag, 28. Juni. Im Land Bremen öffnen sich dann die Türen von insgesamt 14 Bauwerken und Außenanlagen, drei davon in Bremerhaven.

Es gibt Einblicke in verschiedene Epochen – Einblicke zum Beispiel in die Baugeschichte eines traditionellen Altstadtlokals. Der „Kleine Ratskeller“ (Hinter dem Schütting 11) wurde nach alten Vorlagen so sorgfältig modernisiert, dass sich der Gast beinahe wie auf einer Zeitreise in die Welt der alten Kaufmannskontore (und eben: Kaufmannslokale) wähnen kann.

Zugleich aber gibt es effektvolle zeitgenössische Akzente – zum Beispiel durch ein Lichtkonzept, das die tiefhängenden Schirmlampen abgelöst hat, die früher so oft die Kommunikation in diesem Lokal beeinträchtigten. „Bestand und Modernisierung behutsam in Einklang gebracht“ – so heißt das nun in einer Vorschau der Bremer Architektenkammer. Innenarchitektin im „Kleinen Ratskeller“ war Beate Bohling. Am „Tag der Architektur“ gibt es um 11, 13, und 15 Uhr Führungen durch das Lokal.

Ganz und gar in die Gegenwart führt das Wohnquartier „Gut Hoher Kamp“ in St. Magnus (Auf dem Hohen Ufer, Bremen-Nord). „25 Häuser als freistehende Villen und individuelle Ketten- und Doppelhäuser bilden ein einheitliches Konzept mit gemeinsamer Architektursprache“, heißt es über die seit 2011 in einer Parklandschaft errichtete Wohnanlage. Bei der Konzeption sei „besonders auf wechselseitige Blickbeziehungen und Privatsphären geachtet“ worden. Führungen: 12, 14, 16 Uhr.

Am „Tag der Architektur“ ebenfalls im Programm:

Gemeindezentrum St. Nikolaus (Beim Ohlenhof 19, Führungen: 11, 13, 15 Uhr).

Das Studentenwohnheim an der Langen Reihe 28 als Beispiel für die Nutzung einer verwinkelten Baulücke (Führungen: 10, 11, 12, 13, 14, 15 und 16 Uhr).

Weinkontor (Auf der Muggenburg) – Bürolofts in einem alten Hafenspeicher in der Überseestadt (Führungen: 11, 13, 15 Uhr).

Der Park am Weserwehr (Hastedter Osterdeich) mit seinem „vielfältigen Freiraumangebot“ (Führungen: 11, 12.30 und 14 Uhr). Treffpunkt: Parkschild (Höhe Inselstraße).

Bleibt noch eine Frage. „In den komplexen Staffelungen des Körpers werden die verschiedenen Höhen der Stadt thematisiert.“ Welches Bauwerk ist damit gemeint? Wir wollen es verraten – das 2013 errichtete Büro- und Geschäftshaus an der Bahnhofstraße 1. Führungen hier: 11, 13, 15 Uhr.

Das Programmbuch zum „Tag der Architektur“ in Bremen, Bremerhaven und Niedersachsen kann bei der Architektenkammer Bremen kostenfrei angefordert werden – zum Beispiel unter der E-Mail-Adresse info@architektenkammer-bremen.de.

kuz

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