Rund 200.000 Besucher am Osterdeich

Breminale: Professionell und familiär

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„Lindi Hop“ ist ein Tanzstil aus dem Amerika der 30er Jahre, der bei der „Breminale“ eine Art Wiederauferstehung feierte. 

Bremen - Von Ulla Heyne. Kinder, die selbst die Limetten für ihre Limonade ausquetschen, Bretterburgen bauen und Gänseblümchen aus Fingerfarben neben einen Aufkleber malen, während zwei Neubürger den älteren Damen am Stand mit den Fadenspielen eine Variante aus dem Balkan zeigen – die ersten Eindrücke beim Sonntagsbummel über die „Breminale“ sind so vielgestaltig wie das fünftägige Kulturfestival selbst.

Gestern wurde der Finaltag der 29. Auflage mit „Lindi Hop“, Hulahoop und dem „Kulturbankett“ auf dem Osterdeich eingeläutet. „Eine tolle Location“, sagt Besucher Klaus Koch, „wann kann man schon mal mitten auf der Hauptverkehrsstraße sitzen und speisen, noch dazu mit Blick auf die Weser?“ Dass das Motto nicht nur des Banketts, sondern auch eines Großteils des gesamten Festivals „alles Bio“ ist, war ihm und seiner Begleiterin Thea Feenders nicht so wichtig. „Leider mussten wir dieses Mal lange warten, dafür war alles sehr liebevoll angerichtet“, finden die beiden, die fast jedes Jahr aus dem Viertel vorbei kommen.

Zufrieden sind auch die Organisatoren von der „Sternkultur“. Mit schätzungsweise 200.000 Besuchern seien die Zahlen vom Vorjahr erreicht worden, sagt Veranstalterin Susanne von Essen. Wichtiger ist ihr jedoch die Wertschätzung durch die Gäste: „Viele kommen jeden Tag, auch schon zum Aufbau, andere reisen aus dem Umland oder sogar aus dem Ruhrpott an.“

Wetter bescherte kein Kopfzerbrechen

Nicht nur von Seiten der Besucher, sondern auch der auftretenden Musiker bekomme man positive Rückmeldungen: „Viele, wie zum Beispiel gestern das Duo ,Wingenfelder’, loben die professionelle Infrastruktur, aber gleichzeitig familiäre Atmosphäre.“

Das mache sich auch beim Booking bemerkbar: „Da zeigen sich viele Künstler sehr entgegenkommend.“ So konnte die „Breminale“ auch in diesem Jahr mit bekannten Namen wie Jochen Distelmeyer, Flo Mega, „Jupiter Jones“, Max Giesinger oder Laith Al-Deen aufwarten. Auch das Wetter habe dieses Jahr kein Kopfzerbrechen bereitet, trotz Nieselregen am Freitag: „Es gab am Freitagmittag eine Unwetterwarnung, das war aber auch alles.“

Gut angenommen wurde auch das Projekt auf der „Leuchtenden Wiese“: Mehrere tausend Bändchen wurden verkauft, um so die Umrüstung der Wegekette auf LED zu finanzieren. „Am Sonntag sollten wir unser Ziel erreichen; nächstes Jahr kommt die Beleuchtung in den Zelten dran“, so von Essen. Wann es mit der Planung für die nächste Ausgabe (5. bis 9. Juli 2017) losgeht? „Vorgestern!“, schmunzelt von Essen. Ihr Traum ist es, das Wasser zu bespielen und den auswärtigen Gästen ebendort auch Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten.

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