Produktion auf Hochtouren

Bremer Mercedes-Werk stockt Belegschaft auf

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Seit 40 Jahren wird im Bremer Mercedes-Werk am Fließband produziert. Die Automobilschmiede ist voll ausgelastet und entfristet jetzt unter anderem 170 Arbeitsverträge von Mitarbeitern.

Bremen - Die Sebaldsbrücker Autoschmiede von Mercedes-Benz produziert auf Hochtouren. Und die Autobauer laufen sich für den Produktionsstart des vollelektrischen Modells EQC warm. Das wirkt sich aus. Das Werk schafft 180 neue feste Stellen.

„Unsere Produktion läuft auf Hochtouren und gleichzeitig bereiten wir uns auf die Serienproduktion des EQC vor“, sagt Werkleiter Peter Theurer. „Mit der Qualifizierungsoffensive zur Vorbereitung auf Zukunftstechnologien und Elektromobilität sowie den 180 neuen Jobs machen wir uns weiterhin fit für die Zukunft“, fährt er fort.

Die meisten Arbeitsplätze sind allerdings schon vergeben. Insgesamt 170 Mitarbeiter sollen im Laufe des Jahres von einem befristeten Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes übernommen werden. Hinzu kommen weitere zehn unbefristete Stellen für die Verwaltung, die noch besetzt werden, sagt ein Unternehmenssprecher.

„Wir holen 180 Menschen an Bord und bieten ihnen eine sichere Zukunft. Mit der Übernahme von 170 Leiharbeitskräften bringen wir den Standort weiter voran, indem wir den Weg in unbefristete Arbeitsverhältnisse geebnet haben“, sagt Betriebsratschef Michael Peters. „Das ist das richtige Zeichen an die Bremer Mannschaft, die jeden Tag mit ihrer Leistung und ihrer hohen Flexibilität überzeugt.“

Erstes Elektrofahrzeug auf 2019

Mercedes-Benz Cars hat 2017 mit mehr als 2,4 Millionen Fahrzeugen den siebten Produktionsrekord in Folge erzielt. Das Bremer Werk leistet dazu einen wichtigen Beitrag – 2017 wurde am Standort unter Vollauslastung produziert. Gleichzeitig wurden mit dem E-Klasse-Coupé und dem E-Klasse-Cabrio zwei neue Modelle in die laufende Serienfertigung integriert. Ein Meilenstein war die Produktion des achtmillionsten Fahrzeugs. 2017 liefen rund 420 000 Autos mit Stern in Sebaldsbrück vom Band. Ab 2019 soll in Bremen das erste Elektrofahrzeug der neuen Produktmarke EQ gebaut werden.

Seit 40 Jahren werden im Werk Bremen Mercedes-Benz Limousinen, Coupés und Cabrios produziert. Der erste Mercedes verließ am 16. Februar 1978 die Montagehalle – ein S 123, ein Kombi der Baureihe 123. Heute ist das Mercedes-Werk mit mehr als 12 500 Mitarbeitern der größter privater Arbeitgeber in der Region. Gut die Hälfte der Belegschaft kommt aus dem nahen und fernen Umland.

Aktuell werden am Standort zehn Modelle produziert: die Limousine, das T-Modell, das Coupé und das Cabriolet der C-Klasse, das Coupé und Cabriolet der E-Klasse, der Geländewagen GLC, das GLC Coupé sowie die beiden Roadster SLC und SL. Als Kompetenzzentrum (Lead-Werk) steuert Bremen die weltweite Produktion der C-Klasse und des GLC.

„Fahrzeuge ,made in Bremen’ werden bis Ende des Jahrzehnts die ganze Bandbreite an intelligenten Antrieben abdecken – vom klassischen Verbrennungsmotor über Plug-in-Hybride bis zu Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeugen“, ergänzt der Firmensprecher.

 je

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