Bremer Sieg führt nur über De Pauw/Lampater und De Ketele/Reinhardt

Premieren-Paare auch gleich die Top-Favoriten bei den Sixdays

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Hecken schon eine Taktik aus, um weit vorn zu landen: Kenny De Ketele (li.) und Theo Reinhardt.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. „Schreib’ einfach, dass ich gut drauf und nicht krank bin“, schmunzelte Moreno De Pauw. Der Belgier war Donnerstagnachmittag fünf Stunden vor dem offiziellen Startschuss der 54. Bremer Sixdays gut drauf. Warum auch nicht, denn knapp zwei Tage zuvor hatte er zusammen mit Landsmann Kenny De Ketele das Rennen in Rotterdam gewonnen.

In Bremen jedoch trennte Erik Weispfennig, der sportliche Leiter in der Hansestadt, dieses Traumpaar der aktuellen Bahnsaison. „Es hat doch keiner etwas davon, wenn die beiden wieder mit großem Vorsprung gewinnen. Das ist für das Publikum doch langweilig. So habe ich das den beiden auch erklärt“, meinte Weispfennig Donnerstag.

Egal, die jeweiligen Partner der Belgier sind ja auch nicht von Pappe. Der 26-jährige de Pauw, von dem Kollege Christian Grasmann sagt, „dass er momentan der schnellste Mann auf der Bahn ist“, hat den zweifachen Bremen-Sieger Leif Lampater an seiner Seite. „Ich kenne Leif natürlich gut, bin mit ihm aber bisher noch nie zusammen gefahren. Aber das wird schon“, meinte De Pauw. Und Lampater, der nicht in Rotterdam war und sich in der Heimat vorbereitet hatte, fügte hinzu: „Moreno ist ein schneller Mann und sehr tempohart. Das kann was werden.“

Ebenfalls optimistisch gab sich De Pauws eigentlicher Stammpartner-Partner Kenny De Ketele: „Alles ist gut. Rottderdam hat Spaß gemacht. Dass ich in Bremen nicht mit Moreno fahren kann, war mir schon länger klar. Ich werde das Beste draus machen.“

Moreno De Pauw (li.) und Leif Lampater gelten als Topfavoriten auf den Gesamtsieg bei den Bremer Sixdays. 

Das will auch Partner Theo Reinhardt, der mit seinen 27 Jahren zwar kein Greenhorn mehr ist, sich aber dennoch noch als Lehrling fühlt: „Toll, dass ich mit Kenny fahren und von ihm lernen darf. Ich hoffe natürlich, dass ich es nicht verbocke.“ Reinhardt fuhr wie Lampater ebenfalls nicht in Rotterdam, sondern bereitete sich auf Mallorca für das Bremer Rennen vor: „Wir waren mit der Nationalmannschaft da und haben unter anderem im Tramuntana-Gebirge an den Grundlagen gearbeitet.“

Chancen, um zumindest das Podium zu erreichen, werden 2016-Sieger Christian Grasmann (damals mit De Ketele) und seinem dänischen Partner Jesper Mörkov eingeräumt. Allerdings lief das Rennen in Rotterdam für „Grasi“ gar nicht gut. „Am Sonntag hat mich ein Magen- und Darmvirus außer Gefecht gesetzt. Da habe ich mit Partner Roger Kluge sechs Strafrunden aufgebrummt bekommen und war natürlich ohne Siegchance. In der Zeit habe ich zwei Kilo abgenommen. Aber jetzt ist wieder alles okay. Mit Jesper habe ich schon mal ein 100-Kilometer-Rennen in Kopenhagen gewonnen. Ich glaube, dass wir gut zusammen passen“, hofft der 36-Jährige, der noch nicht an ein Karrierende denkt.

Ein Abschied dagegen wird es für Hallenchef Peter Rengel geben, der seine letzten Sixdays organisiert und dann in neuer Funktion zu Werder Bremen gehen wird. Nervös vor dem Abschied? „Nein, denn ich wollte die neue Herausforderung und hatte lange Zeit, mich darauf einzustellen“, antwortete Rengel.

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