Neues-Hulsberg-Viertel: Erste Grundsteinlegung

Premiere im Bremer Vorzeige-Quartier

Carola und Johann von Cossel stehen mit Kelle und Hammer auf einem Baugrundstück.
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Premiere: Carola und Johann von Cossel legen auf dem Grundstück „Sorgenfrei 1“ den ersten Grundstein für ein Wohnhaus im Neuen Hulsberg-Viertel.

Das Neue Hulsberg-Viertel gilt als wichtiges Stadtentwicklungsprojekt. Auf frei werdenden Klinikflächen entsteht ein neues Quartier. Der erste Grundstein ist gelegt.

Bremen – Cossels sind die Nummer eins. Die Nummer eins im Neuen Hulsberg-Viertel. Die Eheleute Carola und Johann von Cossel sind die ersten, die auf dem frei werdenden Areal des heutigen Klinikums Bremen-Mitte ein Grundstück für Wohnungsbau erworben haben. Und sie haben auch beim Bauen die „Nase vorn“: Sie feierten die erste Grundsteinlegung im neuen Quartier, sagte Florian Kommer, Geschäftsführer der Grundstücksentwicklungsgesellschaft Klinikum Bremen-Mitte.

Auch die Adresse des Wohnhauses ist von allererster Güte: „Sorgenfrei 1“. Wegen der Corona-Pandemie gab es nur ein Fest in sehr kleinem Kreise. Bauherrin und Bauherr trafen sich mit dem Architekten Rainer Schürmann und dessen Team sowie den Handwerken vom Bauunternehmen Kallage aus Vechta. Bei der Grundsteinlegung mauerte die Gesellschaft dann eine Kassette unter anderem mit den Bauplänen und einem Kreuz aus Olivenholz ins Fundament.

„Jedes Bauvorhaben – ganz gleich welcher Größe – ist immer ein kleines Abenteuer“, sagte Johann von Cossel. „Das war nicht immer ganz einfach, aber an einem Tag wie heute ist die Vorfreude auf das fertige Bauvorhaben groß“, fuhr er fort und skizzierte den Weg vom Grundstückskauf und der Finanzierung, über Beratungen im Ortsbeirat, den Bauantrag bis hin zur Baugenehmigung.

„Ein Bauvorhaben ist ein kleines Abenteuer“

Das Bauvorhaben soll nach Fertigstellung elf Mietwohnungen haben, heißt es. Eine Wohnung werde rollstuhlgerecht geplant. Außerdem soll im Erdgeschoss auf der östlichen Gebäudeseite, die zur Pathologie angrenzen wird, ein Gemeinschaftsraum für die Mieter installiert werden. Cafeteria, Coworking-Space, Begegnungsort oder gewerbliche Nutzung für ein Büro – diverse Möglichkeiten seien denkbar. Und: Das Haus wird im energiesparenden Baustandard KfW 40 errichtet.

„Unser Architekt hatte die Idee für den ‚Club‘, und wir denken, dass das ein sehr schönes Angebot für die Hausgemeinschaft sein könnte. Wir sind noch nicht ganz sicher, ob das Konzept klappt, weshalb wir das flexibel halten und im weiteren Planungsverlauf vielleicht doch eine weitere Wohnung machen“, sagte der Bauherr. „Was uns bei diesem Bauvorhaben wichtig ist, lässt sich einen ganz einfachen Satz zusammenfassen: Es soll den Menschen Freude bereiten, im Haus zu wohnen.“ Klingt wunderbar.
„Sorgenfrei 1“ soll im Januar 2022 bezugsfertig sein – als erstes Wohnhaus im Neuen Hulsberg-Viertel.

Gemischtes Quartier mit 1100 Wohnungen

Das Neue Hulsberg-Viertel gilt als eines der wichtigsten Bremer Stadtentwicklungsprojekte: Auf frei werdenden 14 Hektar des heutigen Klinikums Bremen-Mitte soll mitten in der Stadt ein gemischtes Quartier entstehen, unter anderem mit rund 1 100 Wohnungen. Diverse Flächen hat die Grundstücksentwicklungsgesellschaft Klinikum Bremen-Mitte (GEG) verkauft, weitere Areale und Bestandsobjekte sind im Verkaufsverfahren. So werden alten Klinikgebäude abgerissen und umgenutzt, sagt GEG-Geschäftsführer Florian Kommer. Auf der Abrissliste steht beispielsweise „Haus 10“ (Frauenklinik). Unter Denkmalschutz steht „Haus 8“, das zuletzt Augenklinik und Urologie beherbergte. Hier ist eine „bunte Durchmischung angedacht“ – mit Markthalle, Gastronomie und Hotelnutzung. Das „Bettenhaus“ hingegen soll weiterhin für Klinikzwecke genutzt werden. Mit der Fertigstellung des gesamten Quartiers rechnet die GEG für 2026 oder 2027.

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