Drei Schleusentore zur Wartung auf der Lloyd-Werft

Stahlkolosse im Trockendock

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Blick von oben auf das Tor der Kaiserschleuse. Die Reservetore der Kaiserschleuse, der Nordschleuse und der Zugang zum Fischereihafen werden erstmals gleichzeitig in einem Dock auf der Lloyd-Werft überholt.

Bremerhaven - Premiere in der Seestadt: Zum ersten Mal liegen die Reservetore der drei großen Bremerhavener Seeschleusen gleichzeitig im Trockendock der Lloyd-Werft.

Bis März werden die 57, 47 und 37 Meter langen Giganten technisch inspiziert und gewartet, wie gestern Rüdiger Staats, Sprecher der Hafengesellschaft Bremenports, sagte. Der „dickste Brocken“ ist das 2 200 Tonnen schwere Tor der Kaiserschleuse. Die Tore von Nordschleuse und Fischereihafen-Doppelschleuse bringen es immerhin auf 1 100 und 1 000 Tonnen.

Während des Betriebs wirken starke Kräfte auf Bremerhavens Schleusentore. „Wir lassen die Tore in regelmäßigen Abständen im Dock auf Schäden untersuchen“, sagte Staats. „Falls notwendig, werden sie repariert. Außerdem tauschen die Arbeiter Verschleißteile aus und wechseln Dichtungen. Teile der Tore werden außerdem konserviert.“ Dass diesmal gleich drei Schleusentore gedockt wurden, ist Neuland für die Hafengesellschaft und die von ihr beauftragte Lloyd-Werft: „Dadurch sparen wir Zeit und Geld“, so der Sprecher. Normalerweise gehen viele Jahre ins Land, bis ein Dockaufenthalt erforderlich wird, berichtete er weiter. Das Ersatztor der Nordschleuse war vor zehn Jahren zuletzt an der Reihe, das Tor der Fischereihafen-Doppelschleuse (große Kammer) musste nach 16 Jahren zum ersten Mal auf die Werft. Um in Zukunft einen besseren Schutz vor höher auflaufenden Sturmfluten zu bieten, wird das Reservetor der Nordschleuse im Trockendock zusätzlich bearbeitet. Es erhält einen etwa 1,20 Meter hohen stählernen Aufsatz und wird damit auf eine Schutzhöhe von sieben Metern über Normalnull gebracht. Die Wand besteht aus etwa zehn „Staublechen“, die nebeneinander verankert werden, wie es heißt. Staats: „Die beiden anderen Tore der Nordschleuse sind auf diese Weise bereits auf die Folgen des Meeresspiegelanstiegs vorbereitet worden.“

Das Tor der Kaiserschleuse wird während des Dockaufenthalts besonders gründlich in Augenschein genommen. Möglicherweise lassen sich hier Erkenntnisse über die Ursachen ableiten, die im Herbst 2014 zum monatelangen Ausfall des Schleusenbauwerks geführt hatten.

gn

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