Bremen würdigt gelungene Denkmalpflege

Preis für Sanierung des Kirchturms

Der Dampfer „Welle“ in Bremerhaven. Der Verein, der sich um das maritime Denkmal kümmert, ist jetzt mit einem Preis belohnt worden. - Foto: Dampfer Welle/Steinmüller

Bremen - Das Land Bremen hat zum dritten Mal einen Preis für gelungene Denkmalpflege vergeben. Der Preis würdige besonders engagierte Leistungen zum Erhalt und zur Pflege von Baudenkmälern in Bremen und Bremerhaven, sagte am Mittwochabend Landesdenkmalpfleger Georg Skalecki beim Festakt im Rathaus. Geehrt wurden unter anderem Handwerker aus Hessen und Architekten aus Oldenburg.

Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung wurde in vier Kategorien für Bauherren, Architektur- oder Ingenieurbüros, Handwerksbetriebe sowie ehrenamtliches Engagement vergeben. Zusätzlich gab es einen Mediensonderpreis in Höhe von 2500 Euro. Die Auszeichnung haben vor sechs Jahren das Landesamt für Denkmalpflege und die Aufbaugemeinschaft Bremen ins Leben gerufen.

Eine achtköpfige Jury wählte aus 53 Bewerbungen die Sieger aus. Als Handwerksbetrieb wurde die Firma Claus Ellenberger aus dem hessischen Herleshausen für die Sanierung des Südturms der historischen Ratskirche Unser Lieben Frauen ausgezeichnet. Das Oldenburger Architekturbüro Angelis und Partner bekam einen Preis für Sanierungsarbeiten am Turm der neogotischen St.-Jakobi-Kirche in der Bremer Neustadt. Der Förderverein „Knoops Park“ wurde für sein ehrenamtliches Engagement gewürdigt. In der Kategorie Bauherren bekamen Monica und Dian Schefold eine Auszeichnung für die vorbildliche Sanierung einer floralen Deckenmalerei in ihrem Haus aus dem Jahr 1875.

Der Mediensonderpreis ging an den Verein „Dampfer Welle“, der sich um das maritime Denkmal kümmert. Das 1915 gebaute Schiff ist das letzte verbliebene ehemalige Dienstfahrzeug der sogenannten Weserkorrektionsflotte. Das 37 Meter lange Stahlschiff kam 1998 als Wrack in den Besitz des Vereins und wird seither in Bremerhaven restauriert. Ziel ist, in wenigen Jahren wieder Fahrten zum Leuchtturm Roter Sand zu unternehmen. „Dazu fehlen jedoch noch weitreichende finanzielle Mittel in Höhe von rund einer Million Euro für die dringend benötigte zweite Dampfmaschine, um uneingeschränkt fahren und manövrieren zu können“, sagte Sprecherin Barbara Steinmüller.

In Bremen gibt es laut Datenbank der Denkmalpflege rund 1775 Baudenkmäler. „Die historischen Bauten Bremens und Bremerhavens tragen viel zur Lebensqualität bei und stärken die Identifikation der Bürger mit ihren Städten“, sagte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Außerdem übten sie eine hohe Anziehungskraft auf auswärtige Gäste aus. Der Preis wird alle drei Jahre ausgeschrieben. - epd/gn

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