Stiftung Denkmalschutz: Geld für Oberneuland

Preis für ein geteiltes Haus

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Erhalt wird gefördert: „Haus Schumacher“ in Oberneuland.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), nach eigener Darstellung die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland, fördert ein Bauernhaus in Oberneuland. Dieser Tage ist der symbolische Fördervertrag über 29 000 Euro für die Instandsetzung des „Hauses Schumacher“ an Denkmaleigentümer Michael Blome übergeben worden.

„,Haus Schumacher‘ hat eine große Bedeutung für die örtliche Heimatgeschichte und das dörfliche Ortsbild“, hieß es bei der DSD. Das aus dem frühen 18. Jahrhundert stammende Haus gehört zu den 17 Denkmalen, die die Stiftung in Bremen mit Spenden und Mitteln der „Glücksspirale“ fördert. Ortskuratorin der DSD in Bremen ist Marion Schoene.

„Haus Schumacher“ gehört zum Typus des niederdeutschen Hallenhauses in Zweiständerbauweise mit Reetdach und Vollwalm. Es ist das letzte verbliebene Brinksitzerhaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf Bremer Land. Brinksitzer bildeten die unterste Klasse der Bauernschaft und waren von einem Grundherrn abhängig. Ihr Eigenbesitz an Meierland beschränkte sich auf den etwas größeren Gemüsegarten rund um ihr Haus, so die Stiftung weiter.

Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts gehörte das Gebäude – gewissermaßen ein Doppelhaus – zwei Brinksitzern, die es teilten. Eine der beiden Haushälften wurde versetzt. Das zweite Haus ist vor wenigen Jahren abgerissen worden.

Instandsetzung seit 2013

Im 19. Jahrhundert wurde „Haus Schumacher“ im Zuge der neuen Nutzung als Sommerfrische weiter verändert. Noch vor Kurzem wurden die Diele, Ställe und der Dachboden als Lagerraum genutzt. Seit 2013 setzen die neuen Eigentümer das Haus – in Abstimmung mit dem Team um Landesdenkmalpfleger Professor Georg Skalecki – instand.

Oberneuland gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost. Siedlungstätigkeit lässt sich hier seit dem Jahr 1113 nachweisen, als Holländer und ihre Nachfahren mit Kenntnissen über die Urbarmachung sumpfiger Ländereien im Auftrag des Erzbischofs von Bremen mit der Kultivierung des Hollerlandes begannen.

Die Siedler unterlagen dem sogenannten Hollerrecht, was bedeutete: sie mussten bestimmte Abgaben leisten, konnten aber über ihr Land frei verfügen und es auch vererben.

Spätestens nach der Einrichtung des Bahnhofs Oberneuland in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts entdeckten wohlhabende Bremer Bürger – wie etwa Kaufleute – Oberneuland als beliebtes Ausflugsziel und Sommerfrische. Hier entstanden großzügig angelegte Sommersitze und Herrenhäuser. Auf die dörfliche Prägung indessen legen viele Bürger Oberneulands heute noch großen Wert.

Bremen feiert Paul McCartney

„When I’m Sixty-Four“? Lang ist‘s her. Beatles-Legende Paul McCartney, 1942 in Liverpool geboren, wird am 18. Juni nicht 64, sondern eben 75. Ein Geburtstag, der auch in Bremen gewürdigt und sogar gefeiert wird. In der Kulturkirche St. Stephani im Faulenquartier zum Beispiel. Dort beginnt am Sonntag, 18. Juni, um 18 Uhr ein Kulturgottesdienst zu Paul McCartney.

„Mit den Beatles, den Wings und auch als Solokünstler schuf McCartney unzählige Hits, die zu Pop-Klassikern wurden: ,Yesterday‘ gilt als der meistgespielte Song aller Zeiten“, so eine Sprecherin. Der Kulturgottesdienst spüre „den Inspirationsquellen dieses Lebenswerks und der von ihm ausgehenden Faszination nach“. Texte: Ottmar Hinz (Evangelisches Bildungswerk Bremen), Liturgie: Pastorin Diemut Meyer (Kulturkirche), Musik: Tim Günther (Kulturkirche).

Am selben Tag – eben: Sonntag, 18. Juni – geht es nach dem Gottesdienst in der Kulturkirche gleich mit dem Thema „Beatles“ weiter. Um 20 Uhr nämlich gibt es dort Beatles-Songs zum Mitsingen – am Klavier begleitet von Tim Günther. Willkommen sind alle, „die daran Spaß haben“, hieß es. Und: „Eintritt frei, Spende erwünscht.“

Mehr Infos auf www.denkmalschutz.de oder www.kulturkirche-bremen.de

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