AOK präsentiert Bilanz für 2014 / Abschluss mit leichtem Verlust

Werbung für die Prävention

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AOK-Chef Olaf Woggan.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. 689,1 Millionen Euro Einnahmen, 691,6 Millionen Euro Ausgaben – die AOK Bremen/Bremerhaven hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem leichten Minus von 2,5 Millionen Euro abgeschlossen. Vorstandschef Olaf Woggan stellte die Bilanz gestern vor. „Unterm Strich“ sei es ein „recht gutes, erfolgreiches Jahr“ gewesen, sagte Woggan.

Mit einem Gesamtvermögen von 90,1 Millionen Euro gebe es genügend Rücklagen. „Wir sind ja keine Sparkasse, wir sind ‘ne Krankenkasse.“ Mit den Rücklagen sei man gerüstet.

Auch die Entwicklung des bundesweiten Gesundheitsfonds im vergangenen Jahr zeige, wie wichtig ausreichende Rücklagen seien, um Entwicklungen ausgleichen und finanziell abfangen zu können. „Der Fonds, aus dem alle gesetzlichen Kassen das Geld für die Versorgung ihrer Versicherten erhalten, ist schon seit 2014 zu knapp bemessen“, sagte Woggan.

So seien beispielsweise neu eingeführte, besonders teure Arzneimittel nicht einkalkuliert worden – allein im vergangenen Jahr habe die gesetzliche Krankenversicherung etwa 500 Millionen Euro mehr als geplant ausgegeben. Die sich daraus ergebende Unterfinanzierung des Fonds habe auch die AOK Bremen/ Bremerhaven am Jahresende mit einer Rückzahlung von 2,5 Millionen Euro ausgleichen müssen. Dieses Geld fehle nun in der Bilanz.

Die AOK ist mit ihren knapp 165000 Mitgliedern und 227000 Versicherten nach eigenen Angaben die größte Krankenkasse im Land Bremen. Sie hat etwa 700 Mitarbeiter.

Die Leistungsausgaben stiegen bei der AOK im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent. „Die höchsten Ausgaben betreffen die Krankenhausbehandlungen mit insgesamt 250 Millionen Euro, gefolgt von den ambulanten ärztlichen Behandlungen mit 113 Millionen Euro und den Arzneimitteln mit 99 Millionen Euro“, hieß es gestern weiter.

Die AOK möchte ihr Geschäftsstellennetz ausbauen – auch mit Blick auf das Thema Prävention. Das Thema soll, so Woggan, gerade „in sozial benachteiligten Quartieren“ eine viel größere Aufmerksamkeit bekommen. „Wir wollen auf die Menschen dort viel stärker zu gehen.“ So sei beispielsweise an Kooperationen mit Sportvereinen gedacht – etwa im Bremer Westen. „Wir werden im Herbst eine neue Geschäftsstelle in Gröpelingen eröffnen.“

Auch um die Organisation der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen kümmert sich die Bremer AOK – Stichwort: „Bremer Modell“ (wir berichteten). Wenn Asylbewerber in Deutschland krank werden, dürfen sie in der Regel nicht einfach zum Arzt gehen. Jede Behandlung muss erst bei den Sozialbehörden beantragt und genehmigt werden. Anders ist das nur in Bremen und Hamburg: Hier bekommen Flüchtlinge eine Karte von der AOK. Die Behandlungskosten trägt dann der Staat. Die AOK bekommt eine Verwaltungspauschale zur Kostendeckung.

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