Universität Bremen bekommt ein neues Biologie-Gebäude

Prägnanter Kopfbau mit hellen Ziegeln

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Der Entwurf des Architektenbüros Kister Scheithauer Gross hat sich durchgesetzt: Das neue Bio-Gebäude der Uni Bremen soll ein prägnanter Kopfbau mit hellen Ziegeln werden.

Bremen - Die Universität Bremen bekommt für 39 Millionen Euro ein neues Labor-, Lehr- und Bürogebäude für die Biologie. Spätestens bis zum Wintersemester 2020 soll das 6 000 Quadratmeter große Gebäude, das Platz für rund 1 000 Studenten bietet, fertiggestellt sein. Wie dieser Bau aussehen wird, wurde jetzt in einem Architektenwettbewerb entschieden.

Gefordert war ein systematischer, modularer, flexibler und strukturierter Neubau, der den Anforderungen einer modernen Biologie entspricht. Im Wettbewerb setzte sich der Entwurf eines prägnanten Kopfbaus des Architektenbüros Kister Scheithauer Gross (ksg) aus Köln und Leipzig durch. Ein heller, rot-beiger Ziegel mit geschlossenen Fugen soll die dunkelfarbigen Ziegel der Umgebung deutlich auffrischen und im Kontrast dazu dem Gebäude eine Eigenständigkeit verleihen. „Der Baukörper, der sich aus einer inneren Organisation begründet, ist gleichwohl in der Lage, die städtebauliche Situation zu adressieren und eine signifikante Eigenständigkeit zu entwickeln, die bildhaft die universitäre Nutzung als Forschungsgebäude in den Stadtraum trägt“, formuliert Johannes Kister.

Der geplante Neubau soll und will Flexibilität und eine nachhaltige Nutzbarkeit des Flächen- und Raumangebotes durch Struktur, Anordnung und Organisation von Service- und Funktionsbereichen in den Einheiten sicherstellen. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Katja Pahl von der Bremer „School of Architecture“ lobte in ihrem Protokoll: „Die Arbeit überzeugt in ihrer städtebaulichen Setzung mit der Ausbildung eines prägnanten Kopfbaus, der einerseits den Umgang mit dem angrenzenden Bestandsgebäudes im richtigen Maßstab löst und andererseits im Zusammenspiel mit den weiteren Bestandsgebäuden einen gut proportionierten Vorplatz ausbildet.“ So weit, so gut.

2018 sollen die Bauarbeiten für den Komplex an der James-Watt-Straße beginnen – auf dem Gelände also, das zwischen dem Forschungsverfügungsgebäude (FVG) und dem Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) liegt. Die Biologie brauche deshalb einen Neubau, weil das derzeitige Gebäude NW 2 aus den 70er Jahren stamme und den modernen Laboranforderungen nicht gerecht werde, sagt Eberhard Scholz, Pressesprecher der Uni Bremen. Das NW2 soll nach der Fertigstellung des Neubaus kernsaniert werden. „Wie der Bau nach der Sanierung genutzt wird, steht aber noch nicht fest“, so Scholz. 

sg

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