100 000 Besucher und „Seamusic“ von 32 Bands

Maritimes Festival: Potenzial zum Abrocken

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Die Gruppe „Tobermore“ aus den Niederlanden ist beim „Festival“ Maritim zu Gast. Zu ihren Instrumenten gehören unter anderem Gitarre, Kontrabass, Flöte, Uilleann-Pfeifen, Geige und Akkordeon.

Bremen – Vegesack wird wieder zum Anlaufpunkt für Freunde der „Seamusic“, der Musik rund um Shantys. Vom 2. bis 4. August fegt das Open-Air-Event als „musikalischer Wirbelwind“ ein Wochenende lang über den Stadtteil im Bremer Norden hinweg, sagt eine Sprecherin. Mit von der Partie sind 32 Bands, Gruppen und Chöre aus aller Welt, wie es heißt. Die Organisatoren wollen rund 100 000 Besucher zum Abrocken bringen.

„Dieses Festival ist einfach gigantisch. Es macht unglaublich viel Freude, sich mit Haut und Haaren in Planung und Organisation einzubringen“, sagt Organisator Fritz Rapp. Der Pulsschlag des an der Vorbereitung beteiligten Teams ist mächtig in die Höhe geschossen, heißt es. Voller Einsatz ist gefragt. Die Macher versprechen „mitreißende Takte“ von den vielen „Seamusic“-Gruppen.

Den Angaben zufolge sind es genau 32 Bands und Chöre aus aller Welt, die in den Bremer Norden kommen. Klar, dass die Unterkünfte längst gebucht sind. „Die Bands gehören zu den Stars der internationalen ,Seamusic'-Szene“, sagt Rapp. Das Spektakel findet rund um die „Maritime Meile“ am Weserufer statt, wo an den drei Tagen 100 000 Fans mit „Lust auf Meer“ erwartet werden.

Sie bekommen jede Menge traditionelle Shantys zu hören, also maritimes Liedgut, die Songs der Seeleute früherer Zeiten, die von der harten Arbeit auf dem Meer und der Sehnsucht nach den Liebsten zu Hause erzählen. Zu den Besonderheiten des Festivals gehören außerdem die modernen, ungewöhnlichen und originellen Interpretationen der Musik vom Meer. „Längst haben sich in den 20 Jahren seit dem Start der Veranstaltung Irish und Scottish Folk oder Bluegrass einen großen Teil des Programms erobert und bringen das Publikum sofort in Tanzlaune“, sagen die Macher. Zwischendrin zeigen sanfte, melodische Balladen wie facettenreich „Seamusic“ ist, betont Rapp weiter.

Rund 170 Konzerte werden es sein, die auf drei Großbühnen im Vegesacker Stadtgartens für Stimmung sorgen. Daneben machen die Gruppen an weiteren Plätzen auf dem Festival-Gelände sowie am Festival-Sonnabend in der Fußgängerzone des maritim geprägten Stadtteils von sich reden. Ungewöhnliche Auftrittsorte wie der Großsegler „Schulschiff Deutschland“, die Vegesacker Stadtkirche, die Weserfähre und das Vegesacker Geschichtenhaus geben den Konzerten einen besonderen Dreh.

„Wir freuen uns schon jetzt alle auf das Eintreffen der Musiker. Sie bleiben das ganze Wochenende über in Vegesack, kennen sich oft schon seit Jahren, jedes Wiedersehen wird gefeiert. Wir sind zu einer Festival-Familie zusammengewachsen. Die gute Laune und Spielfreude der Künstler zünden einen Funken, der schon beim ersten Konzert auf das Publikum überspringt“, sagt Fritz Rapp. Einige Gruppen nehmen eine besonders weite Anreise in Kauf: Sie kommen aus Aus-tralien und Kanada. In diesem Jahr sind zudem einige Frauen-Bands dabei – in der „Seamusic“-Welt noch eine Ausnahme.

Das musikalische Geschehen ist von einem vielseitigen Rahmenprogramm aus Kunst, Kultur und Kulinarik umgeben. Das Piratenkinderland etwa ist für kleine Seeleute da. Die Lichtinstallationen im Vegesacker Hafen laden zum Träumen ein. Der Förderverein „Internationales Festival Maritim“ wird an seinem Stand durch Musiker unterstützt, die Kindern zeigen, wie viel Spaß das Tonspiel mit dem Alphorn macht und wie gut das Instrument aus den Bergen auch den Melodien von Wind und Wellen Gehör verschafft.

Als besonderes Highlight kündigen die Veranstalter den Shanty-Slam am Sonntagabend an. Alle Gruppen kommen auf der Hauptbühne zu einem abschließenden Konzert zusammen. Die Melodien gehen über in ein großes Höhenfeuerwerk am Ufer der Weser. Rapp: „Das setzt als optisches Spektakel einen furiosen Schlusspunkt.“

Das „Festival Maritim“ findet vom 2. bis 4. August (Freitag bis Sonntag) auf der „Maritimen Meile“ in Vegesack statt. Der Eintritt ist frei. gn

Mehr zum Programm unter

www.festival-maritim.de

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