Isa Fischer: Neues Buch, neue Ausstellung

Porträts der Bremer Stadtteile

+
Das neue Buch der Bremer Zeichnerin Isa Fischer heißt „Stadt, Land, Fluss“. Die Künstlerin lässt darin auch Prominente aus den porträtierten Stadtteilen zu Wort kommen. 40 der 110 Gebäude- und Straßenansichten stellt sie zudem ab 4. Dezember im Swissôtel am Hillmannplatz aus.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ihr Stil ist unverkennbar, ihre Liebe zu Bremen ebenfalls. Nach Büchern wie „100 Bremer Häuser“ und „Schiffe, Schuppen, Speicher“ legt die Künstlerin Isa Fischer nun einen weiteren Bremen-Band vor.

„Stadt, Land, Fluss“ vereint 110 aquarellierte Tuschezeichnungen aus unterschiedlichen Stadtteilen (128 Seiten im Format 24 Zentimeter mal 30 Zentimeter, Preis: 26,90 Euro).

Das Buch ist am vergangenen Freitag erschienen. Offiziell vorgestellt wird es am Montag, 4. Dezember, um 19 Uhr – und zwar im Swissôtel am Hillmannplatz. Denn dort beginnt dann eine Fischer-Ausstellung.

Die Buchpräsentation ist zugleich die Eröffnung einer Ausstellung mit 40 Gebäude- und Straßenansichten aus 15 Bremer Stadtteilen, die dann bis einschließlich Sonntag, 21. Januar 2018, im Swissôtel zu sehen sein wird – täglich in der Zeit von 10 bis 21 Uhr.

„Bremen ist Stadt, Land und Fluss“, heißt es in einer Vorschau. Und: „Während Isa Fischer in der Innenstadt mitunter nur zwischen den vielen Besuchern hindurch vereinzelte Blicke auf die Stadtmusikanten, den Roland oder das Rathaus werfen konnte, waren in den eher ländlichen Gebieten wie Oberneuland, Hemelingen und Huchting großzügigere Perspektiven möglich.“

Zeichnend durch die Stadtteile gestreift

Zeichnend streift Fischer beispielsweise durch die Innenstadt und Schwachhausen, das Viertel und Findorff, die Neustadt und – eben – Huchting. Auch die Vahr und Vegesack sind dabei, Horn-Lehe und Oberneuland ebenfalls. Und, und, und.

„Die Zeichnungen sind aktuelle Momentaufnahmen“, erklärt Fischer – und fügt gleich noch eine Beobachtung an: „Die Stadt verändert sich so schnell, dass einige Gebäude schon abgerissen oder inzwischen stark verändert wurden.“

Im Buch lässt die Künstlerin zudem 36 (prominente) Menschen aus den jeweils porträtierten Stadtteilen zu Wort kommen. Menschen, die dort arbeiten. Menschen, die dort leben. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) etwa schreibt: „Die Bremer Innenstadt ist ganz ohne Zweifel ein Juwel.“ Und er weiß auch: „Eine Stadt ist niemals fertig, sie verändert sich.“ Wer denkt da nicht um die aktuellen Diskussionen zur Umgestaltung der Innenstadt, an die Pläne von Jacobs und Zech.

Für und über den Schnoor sprechen zwei Bremer, die Bremens ältesten Stadtteil aus jahrzehntelanger tagtäglicher Anschauung kennen – es genügt stets der Blick aus dem Atelierfenster. „Der morgendliche Brötchenkauf kann ohne Aufhebens im Schlafanzug getätigt werden“, so die Grafiker und Gestalter Sibylle und Fritz Haase.

Oberneulands Farben und Walles Charakter

„Ein Stadtteil, der zu jeder Jahreszeit in allen erdenklichen Farben erstrahlt – und so bunt wie seine Farben sind auch die Menschen“, schreibt der Schlagzeuger Maxi Suhr über Oberneuland. Aus dem – Zitat – „wilden Westen“ meldet sich Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Gemeint ist Walle, für Stahmann ein „Stadtteil mit Charakter“. Also: „Wer hier wohnt, bleibt meistens.“

„Mittendrin und doch für sich“ ist man, so heißt es in einem gereimten Beitrag des Schauspielers und Moderators Dirk Böhling, im Peterswerder. Sein Kollege Erik Roßbander (Bremer Shakespeare-Company) schwärmt derweil von Schwachhausen: „Sehr entspannt, ruhig und total zentral“. Nur „die fehlende Kneipenkultur“ sei ein „kleiner Wermutstropfen“.

Die gebürtige Bremerin Fischer arbeitet seit Abschluss ihres Grafik-Design-Studiums als freiberufliche Gestalterin. Auf Reisen füllte sie stets etliche Skizzenbücher, aber auch in ihrer Heimatstadt findet sie eben immer wieder Motive für ihre Bilder, die in der Regel unter freiem Himmel direkt am porträtierten Ort entstehen. 

So kann man sie durchaus mal zeichnend in der Stadt sitzen sehen. In ihrem neuen Buch – und damit auch in der Ausstellung – führt Fischer einmal mehr vor Augen, wie unterschiedlich und abwechslungsreich dieses Bremen ist, das sie so gerne zeichnet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Explosion in Österreich behindert Südeuropas Gasversorgung

Explosion in Österreich behindert Südeuropas Gasversorgung

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Das Abschlusstraining am Dienstag

Das Abschlusstraining am Dienstag

Auf Schnee folgt Regen - Meteorologen warnen vor Sturmböen

Auf Schnee folgt Regen - Meteorologen warnen vor Sturmböen

Meistgelesene Artikel

Pferdeshow „Apassionata“ kommt mit „Gefährten des Lichts“

Pferdeshow „Apassionata“ kommt mit „Gefährten des Lichts“

Schlagabtausch über Bremens Doppeletat 2018/2019

Schlagabtausch über Bremens Doppeletat 2018/2019

Grünkohl als Öl und Praline

Grünkohl als Öl und Praline

Bremer Borgward-Areal: Kauf verzögert sich

Bremer Borgward-Areal: Kauf verzögert sich

Kommentare