Nach Zwischenfällen

Polizei schließt vier Bremer Shisha-Bars

Bremen - Nach verschiedenen Zwischenfällen – unter anderem in Bremerhaven mit 15 Verletzten – hat die Bremer Polizei nun mehrere Shisha-Bars kontrolliert.

In zwei Nächten schauten die Einsatzkräfte in acht Betrieben (Innenstadt, Walle) ganz genau hin. Die Bilanz ist erschreckend. „Lediglich in zwei Lokalitäten gab es keinerlei Beanstandungen, vier mussten wegen akuter Gefahren sofort geschlossen werden“, fasste eine Polizeisprecherin gestern zusammen. Insbesondere die Messung erhöhter Kohlenmonoxid-Werte führte zu dieser Entscheidung, „da hiervon erhebliche Gefahren für die Gesundheit der Anwesenden ausgingen“. In Shisha-Bars ist es deutschlandweit bereits zu lebensbedrohlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen gekommen.

Sportwetten und Alkoholausschank ohne Genehmigung

In einem Lokal an der Faulenstraße zum Beispiel maßen die Beamten erhöhte Kohlenmonoxid-Werte, stießen auf einen „abgeschlossenen und zusätzlich versperrten Notausgang“ und auf dem Fußboden stehende Kochplatten zum Vorglühen von Kohlen. Sie registrierten Alkoholausschank ohne Genehmigung und den Betrieb eines Sportwetten-Automaten ohne Glücksspiel-Konzession. Der ja ohnehin von innen nicht erreichbare Notausgang endete außen „auf einem Absatz in 1,50 Metern Höhe ohne Treppe oder andere Abstiegsmöglichkeit“, so die Sprecherin.

In einem Lokal an der Schillerstraße wurden „sehr hohe Kohlenmonoxid-Werte“ gemessen. Als der Wirt (28) die verschmutzte Lüftung einschaltete, „folgte lediglich ein lauter Knall – gepaart mit Blitzschlag“. Die Polizei kündigte weitere Kontrollen von Shisha-Bars an.

kuz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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