Weitere Messerstecherei in Schwachhausen

Nach zwei Todesopfern: Bremer Polizei fahndet nach drei Verdächtigen

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Absperrung am Supermarkt in Oslebshausen. Hier wurde am Donnerstag ein 25-Jähriger erschossen. Der Täter befindet sich weiter auf der Flucht.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Zwei Tote und drei Verletzte – das war am Donnerstag für die Ermittlungsbehörden die Bilanz von nur wenigen Stunden. Gleich mit drei Gewalttaten hatte es die Polizei zu tun.

Die Täter aus zwei Fällen sind weiter auf der Flucht, bis zum Abend gab es keine Festnahmen. „Die Fahndung läuft auf Hochtouren“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Wie berichtet, hatte am Donnerstag um 10 Uhr ein Mann in einem Supermarkt am Kalmsweg in Oslebshausen bei einem Streit einen 25-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen niedergeschossen – vor den Augen von geschockten Mitarbeitern und Kunden. Der junge Mann starb kurz darauf im Rettungswagen. Der Schütze flüchtete. 

Täter soll zielgerichtet geschossen haben

Nach Zeugenaussagen stritten sich die Männer nicht in deutscher Sprache. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten. Der Flüchtige soll den 25-Jährigen „zielgerichtet“ aufgesucht haben, sagte Oberstaatsanwalt Frank Passade. 

Einen terroristischen Hintergrund schließt er daher ebenso aus wie die Gefährdung der Bevölkerung. Nähere Angaben zu Opfer und Täter wollte er auch am Freitag nicht machen. Die Mordkommission ermittelt. Der Supermarkt hat unterdessen wieder geöffnet.

Hintergründe des Streits im Viertel ungeklärt

Nur acht Stunden nach dem Fall in Oslebshausen die nächste Bluttat: Mehrere Männer gerieten vor einem Dönerimbiss im Viertel in Streit, Messer wurden eingesetzt. Wie viele Beteiligte es dabei gab, ist laut Passade ebenso ungeklärt wie die Hintergründe.

Zeugen riefen die Polizei, die Beamten fanden auf der Straße zwei lebensgefährlich verletzte Männer, beide Pakistani. Für einen 20-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, er starb am Abend. Das zweite Opfer, ein 21-Jähriger, war am Freitag außer Lebensgefahr. Vom Tatort sollen mehrere Personen geflüchtet sein, berichtete die Polizei. 

Oberstaatsanwalt Passade bestätigte, dass nach zwei Verdächtigen gefahndet wird. Die Ermittler schließen einen Zusammenhang zwischen den beiden Gewalttaten aus. Zeugenhinweise zu beiden Fällen nimmt die Polizei unter der Bremer Rufnummer 0421/362-3888 entgegen.

Beziehungstat in Schwachhausen mit einem Schwerverletzten

Der Gewalt nicht genug: Bereits gegen 17.40 Uhr war es am Donnerstag in Schwachhausen zu einem Beziehungsstreit gekommen. Auch der endete blutig, wie die Polizei am Freitag berichtete. In einem Mehrfamilienhaus an der Carl-Schurz-Straße waren ein 39-Jähriger und seine zehn Jahre jüngere Freundin aneinandergeraten. 

Es blieb nicht bei Worten, ein Messer kam zum Einsatz, so die Polizei. Dabei erlitten sowohl der Mann als auch die Frau Verletzungen. Den Angaben zufolge wurde der Mann schwer, die 29-Jährige leicht verletzt. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

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