Neue Struktur

Brennpunkt-Betreuung: Polizei trennt Einsatzdienste Mitte und West

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Fototermin bei der Bremer Polizei – von links gesehen: Ralph Dziemba und Hans-Peter Kaufmann (beide Einsatzdienst Mitte), Rainer Zottmann (Direktion Einsatz), Jürgen Lindhorst und Heinfried Keithahn (beide West) sowie Derk Dreyer (Leiter der Polizeiabteilung Mitte-Süd).

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Aus eins mach zwei – dieses Motto gilt bei der Bremer Polizei. Der Einsatzdienst Mitte-West (Standorte: Am Wall und Waller Heerstraße) ist aufgeteilt worden. Mit den neuen und kleineren Einheiten will die Polizei besser auf Kriminalitätsschwerpunkte reagieren können.

Gut 140 Polizisten gehörten bisher zu Mitte-West. Die Einheit war damit „zu groß, um von einer Person geleitet zu werden“, sagt Rainer Zottmann, Leiter der Direktion Einsatz. „Der Druck auf der Straße wird größer.“ Die Idee, Mitte und West zu trennen, habe er schon vor der Polizeireform gehabt. Beide Einsatzdienste müssen sich um echte Kriminalitätsschwerpunkte kümmern – Innenstadt, Hauptbahnhof, Discomeile und Steintor gehören zu Mitte, West kümmert sich um Walle und Gröpelingen. Bereiche, in denen praktisch immer eine Menge zu tun ist.

Zum Einsatzdienst gehören jene Beamte, die mit dem Streifenwagen losfahren, wenn über den Notruf 110 ein Einsatz reinkommt – die Koordination dafür liegt im Lagezentrum. Es sind aber nicht allein die 110-Einsätze, die den Einsatzdienst beschäftigen, sagt Zottmann – und formuliert, was er erwartet: „Streife fahren, Kontrolldruck ausüben, Personen überprüfen.“ Apropos: „Wir müssen den Kontrolldruck erhöhen, damit wir gut durch den Sommer kommen.“ Eine „ganz intensive Betreuung“ der Brennpunkte ist angesagt. Es gelte, „vor die Lage“ zu kommen, ihr nicht nur hinterherzulaufen. Zottmann weiß: „Das Sicherheitsgefühl der Bürger ist angeknackst.“ Und die Polizei habe „so viel Arbeit wie noch nie bei so wenig Personal wie noch nie“.

Dienst West soll verstärkt werden

Am Personalstand soll sich ja etwas ändern. Der Einsatzdienst Mitte geht nun mit gut 80 Beamten an den Start, der Rest der 140 Polizisten wird dem Einsatzdienst West zugeordnet. Und West soll auch noch verstärkt werden, sagt Zottmann – der sich zudem wünscht, den Standort von Walle nach Gröpelingen zu verlegen.

Heinfried Keithahn und Jürgen Lindhorst haben bislang den Einsatzdienst Mitte-West geleitet – nun leiten sie den Einsatzdienst West. Leiter des Einsatzdiensts Mitte sind Hans-Peter Kaufmann (zuletzt Revierleiter in Walle, davor im Lagezentrum) und Ralph Dziemba (früher bei der damaligen Polizeiinspektion Süd). Wegen der Raumknappheit bei der Polizei haben die neuen Mitte-Chefs allerdings noch keine Büros am Wall bekommen. Übergangsweise kommen sie am Stephanitor (Daniel-von-Büren-Straße) unter.

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