50 Polizisten im Einsatz

Streit in Flüchtlingsunterkünften

Bremen - Bei drei handgreiflichen Auseinandersetzungen in zwei Asylunterkünften sind am Montagabend mehrere Beteiligte leicht verletzt worden. Insgesamt waren mehr als 20 Streifenwagen mit knapp 50 Polizeibeamten im Einsatz, darunter auch die speziell für solche Fälle gebildete Einsatzgruppe. Ermittelt wird wegen Körperverletzung.

Wie eine Polizeisprecherin berichtete, wurden die Beamten am Montag gegen 19.15 Uhr zunächst zur Unterkunft im „Kaffee-Quartier“ an der Konsul-Smidt-Straße gerufen. Vier 19 bis 32 Jahre alte Männer hatten dort einen 32-jährigen Landsmann attackiert, wie es heißt. Als ihm ein 55 Jahre alter Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens zu Hilfe eilte, wurde der Wachmann angegriffen. Polizeisprecherin Ines Roddewig: „Es kamen Holzlatten, Flaschen, Messer und Pfefferspray zum Einsatz.“ Die Motive des Streits sind noch unklar.

Gegen 21.30 Uhr dann der nächste Einsatz. Diesmal wurde der Polizei eine Schlägerei mit etwa 20 Beteiligten in der Unterkunft an der Hastedter Heerstaße gemeldet. Den Angaben zufolge hatte es innerhalb einer Gruppe Jugendlicher Streit und Handgreiflichkeiten gegeben. Die Auseinandersetzung war beim Eintreffen der Beamten bereits beendet, so die Sprecherin. Zwei 16 und 19 Jahre alte Jugendliche sollen nach Zeugenangaben einen 16-Jährigen geschlagen und getreten haben, so die Polizei. Als zwei weitere junge Männer hinzukamen, wurden auch sie angegriffen, sagte Roddewig.

Im Verlauf des Abends meldeten Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens der Unterkunft nochmals eine Auseinandersetzung unter Männer unterschiedlicher Nationalitäten, die aber beim Eintreffen der Polizeikräfte ebenfalls beendet war, wie die Sprecherin weiter berichtete. Auch in diesem Fall seien die Hintergründe für den Streit noch offen. Die Ermittlungen dauern an.

Die auch an den Einsätzen beteiligte spezielle Polizeigruppe war vor Monaten eingerichtet worden, weil die Beamten zeitweise wöchentlich 20- bis 25-mal zu Auseinandersetzungen in Unterkünften gerufen worden waren. Hintergrund war, dass die Einsatzgruppe schnell vor Ort sein sollte. Wie Sprecherin Roddewig auf Nachfrage sagte, ist die Zahl der Einsätze in Heimen „deutlich zurückgegangen“. Zur Zeit seien es mal vier, mal acht Einsätze in der Woche. 

gn

Rubriklistenbild: © dpa

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