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Polizei Bremen warnt vor gewaltbereiter linksextremistischen Szene

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Von: Johannes Nuß

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Brandanschläge auf Polizei und Bundeswehr sowie den Raumfahrtkonzern OHB – die Polizei Bremen hat viel zu tun und vermutet die Täter in der linksextremistischen Szene.

Bremen – Die Polizei Bremen warnt vor einer gewaltbereiten, linksextremistischen Szene im kleinsten Bundesland. Wie der Bremer Polizeisprecher Nils Matthiesen der Nachrichtenagentur dpa sagte, schätze man in der Sicherheitsbehörde aufgrund zurückliegender Brandanschläge die Gewaltbereitschaft derzeit als sehr hoch ein.

Linksextremismus in Bremen: Polizei warnt vor gewaltbereiter Szene

Dies mit Verweis auf zurückliegende Brandanschläge auf Polizeifahrzeuge, aber auch auf Bundeswehrfahrzeuge. Matthiesen verwies ebenso auf den Brandanschlag in der vergangenen Silvesternacht auf das Bürogebäude des Raumfahrtkonzerns OHB. In allen Fällen vermutet die Polizei die Täter in der linksextremistischen Szene. Erst Anfang April hatte es in Bremen einen Buttersäure-Anschlag auf ein Gebäude des Rüstungsunternehmens Rheinmetall Electronics gegeben.

Bremer Polizisten sperren eine Straße.
Aufgrund mehrer Brandanschläge warnt die Polizei Bremen vor einer gewaltbereiten linksextremistischen Szene im kleinsten Bundesland. (Archivbild) © Sina Schuldt/dpa

Zur gewaltorientierten linken Szene gehörten im Jahr 2021 nach den Erkenntnissen der Polizei rund 240 Menschen. „Wir schätzen das Aggressions- und Gewaltpotenzial der Szene seit mehreren Jahren als gleichbleibend hoch ein“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur den Polizeisprecher in ihrem Bericht.

Um Anschläge aufzuklären, die mutmaßlich von Linksextremisten verübt wurden, hat die Staatsschutzabteilung der Bremer Polizei die Soko Linksextremismus eingerichtet, wie die Behörde Anfang 2022 bekannt gab. „Straftaten, die vom Tatobjekt und der Begehungsweise und nicht zuletzt aufgrund eines Bekennerschreibens Personen zuzuordnen sind, die der linksextremistischen Szene angehören, fallen in den Zuständigkeitsbereich der Soko Linksextremismus“, erklärte der Polizeisprecher.

Gewaltbereite linke Szene in Bremen: Soko Linksextremismus mit Experten eingerichtet

„Die Soko wird durch Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Polizei Bremen unterstützt“, hieß es. „Weiterhin findet ein enger Austausch mit anderen Landeskriminalämtern und dem Bundeskriminalamt statt.“

Angaben zur Größe der Ermittlungsgruppe nannte der Sprecher nicht. „Die Größe der Soko ist dynamisch und kann lageangepasst aufgestockt und reduziert werden, je nachdem, was an Arbeit anfällt.“ Bereits im Sommer des vergangenen Jahres hatte der Bremer Innensenator, UIrich Mäurer (SPD), vor einem Erstarken der linksextremistischen Szene in Bremen und umzu gewarnt.

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