„Frauenmarsch“ vs. „Protest gegen rechte Mobilisierung“

Rechtliches Nachspiel nach Demonstrationen in der Bremer Innenstadt

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Bremen - Bei zwei Demonstrationen, die am Samstag in der Bremer Innenstadt stattfanden, ist es zu einigen Rechtsverstößen gekommen. Auf der einen Seite war ein sogenannter „Bremer Frauenmarsch“ angemeldet, außerdem zog eine Gegendemonstration unter dem Motto „Protest gegen rechte Mobilisierung“ durch die Stadt.

Das Gegenbündnis traf sich gegen 11 Uhr am Bahnhofsplatz und marschierte mit rund 450 Teilnehmern zum Grasmarkt/Am Dom. Die Demo verlief ohne besondere Vorkommnisse und endete offiziell um 14.20 Uhr, berichtet die Polizei.

Ab etwa 14 Uhr startete auf dem Marktplatz die Kundgebung des „Frauenmarsches“, unter anderem zu dem Thema „Kandel ist überall“. Hierzu fanden sich elf Teilnehmer ein. Bis zu 300 Menschen, die zuvor am Marsch des Gegenbündnisses teilnahmen, versuchten die Kundgebung am Marktplatz mit Lärm, Blockaden, Beleidigungen und Schubsereien zu stören.

Polizei verhindert Übergriffe zwischen Demonstranten

Nur durch das Einschreiten von Polizeikräften konnten Übergriffe auf die Teilnehmer verhindert werden. Die Leiterin des „Bremer Frauenmarsches“ beendete die Veranstaltung gegen 15 Uhr. Ein Abmarsch der Beteiligten konnte nur mit einem starken Polizeiaufgebot ermöglicht werden.

Für einige Teilnehmer der Gegendemonstration wird es ein strafrechtliches Nachspiel geben. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Landfriedensbruch, Beleidigungen und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Gegen eine Frau, die mit einer Holzstange auf einen Polizisten schlug, wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Gegen 15.50 Uhr fuhren zwei 51 und 71 Jahre alte Männer, die für die Logistik des „Bremer Frauenmarsches“ verantwortlich waren, mit ihrem Wagen durch die Bredenstraße. Nachdem ein Radfahrer im Vorbeifahren mit der Hand gegen den Außenspiegel schlug, öffnete der 71-jährige Fahrer an der Kreuzung zur Martinistraße die Scheibe, um den Spiegel wieder zu richten. 

Ein unbekannter Mann nutzte diesen Augenblick und besprühte die beiden Insassen mit einer reizenden Flüssigkeit. Das Duo konnte noch zum Bahnhof fahren und alarmierte von dort die Polizei. Der 71 Jahre alte Mann wurde von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt. Um was für eine Flüssigkeit es sich handelte, wird derzeit untersucht. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0421/3623888 entgegen.

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