Tatverdächtige ermittelt

Razzia nach Attacken an Schlachte und nach Werder-Spiel: Beamte stoßen auf gefährliches Material

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Bei der Razzia waren etwa 200 Polizeibeamte in drei Bundesländern im Einsatz.

Nach den Attacken an der Schlachte in Bremen und nach dem Spiel Werder Bremen gegen Schalke 04 hat die Polizei Razzien in mehreren Bundesländern durchgeführt.

  • Razzia der Polizei in Bremen, Niedersachsen und Hessen
  • Nach Attacken an Schlachte und nach Werder-Schalke-Spiel
  • Beamte stellen Sturmhauben und Pyrotechnik sicher

Bremen - Die Polizei hat am Montagmorgen in den Bundesländern Bremen, Niedersachsen und Hessen 19 Gebäude durchsucht. Die Razzia ist das Ergebnis intensiver Ermittlungen nach zwei Fällen von gefährlicher Körperverletzung und schwerem Landfriedensbruch in Bremen.

Attacke an der Schlachte Bremen: Gäste in Angst

Der erste Angriff spielte sich Anfang Oktober 2019 vor dem Lokal „Kangaroo Island“ an der Schlachte in Bremen ab. Vermummte Angreifer, sie sollen aus der linken Szene stammen, griffen offenbar gezielt sechs Männer im Alter von 27 bis 48 Jahren an. Diese wiederum sollen der rechten Szene angehören. Die sechs Männer blieben unverletzt, doch die weiteren Gäste sind in Angst und Schrecken versetzt worden, jedoch wurden zwei unbeteiligte Frauen verletzt. 

Vorangegangen war eine Attacke am Sielwall im Steintorviertel. Dabei sollen nach Ermittlungen der Polizei Angreifer aus dem rechten Spektrum linke Sympathisanten angegriffen haben. Eine Person soll schwer verletzt worden sein. Hier seien laut Staatsanwaltschaft neun Verdächtige ermittelt worden. Der Angriff an der Schlachte, vermutet die Polizei, könnte ein Racheakt für die Auseinandersetzung im Viertel gewesen sein.

In Folge der Ermittlungen rückte der rechtsradikale Verein „Phalanx 18“ in den Fokus der Ermittlungen des Staatsschutzes der Polizei Bremen. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) verbot den Verein daraufhin, berichtet kreiszeitung.de*.

Attacke nach Werder-Spiel: Schläger gehen auf Schalke-Fans los

Die zweite Attacke ereignete sich sich nach dem Fußballspiel zwischen Werder Bremen und FC Schalke 04 am 23. November. Vor einem Lokal an der Stader Straße in der Östlichen Vorstadt gingen Bremer Schläger auf etwa zehn Fans des FC Schalke 04 los. Zwei Schalke-Fans sind bei den Angriffen schwer verletzt worden. Ein Großaufgebot der Polizei war notwendig, um die Situation wieder zu beruhigen. Hier sind 14 Personen Gegenstand der Ermittlungen. Hier sind Verbindungen zur Ultra-Szene von Werder möglich.

Die Polizei Bremen konnte nun in beiden Fällen nach langer Ermittlungsarbeit viele Tatverdächtige identifizieren. Ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht beim Täterkreis, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Drei Tatverdächtige sollen an beiden Attacken beteiligt gewesen sein. Aufgrund der Ergebnisse erwirkte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Bremen in beiden Verfahren Durchsuchungsbeschlüsse.

Polizei-Razzia: Pyrotechnik und Sturmhauben gefunden

Etwa 200 Polizisten schlugen am Montag in 19 Gebäuden in Bremen, Niedersachsen und Hessen zu. Die Polizisten stießen auf Beweismittel wie Sturmhauben, Mobiltelefone und Pyrotechnik. Einige Personen sind vernommen und erkennungsdienstlich behandelt worden, heißt es von der Polizei Bremen. Die weiteren Ermittlungen in Bezug auf beide Attacken dauern zurzeit noch an.

*kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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