Update: 50-Jähriger mit Kopfschuss getötet

Nach Leichenfund in Gröpelingen: Täter trennt Körperteile ab

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Nach dem Leichenfund in Bremen-Gröpelingen sind neue Details zum Tod des 50-Jährigen bekannt geworden.

Einsatzkräfte der Bremer Polizei haben am Mittwoch in einer Wohnung im Bremer Stadtteil Gröpelingen eine Leiche gefunden. Nun nennen die Ermittler neue, grausame Details der Tat.

Nach Leichenfund in Bremen: Körper zerstückelt

Update, 15. Oktober: Der 50 Jahre alte Mann, den Polizisten vor einer Woche tot in seiner Wohnung in Bremen-Gröpelingen gefunden hatten, soll Medienberichten zufolge zerstückelt worden sein. 

Wie berichtet, hatte eine Frau ihren Vater „seit längerer Zeit“ vermisst und die Polizei alarmiert. Beamte gingen am Morgen des 9. Oktober in die Wohnung und fanden eine Leiche. Zunächst blieb unklar, ob es sich um den Vermissten handelte und ob die Leiche männlich oder weiblich war. 

Erst am Freitag nach der Obduktion stand fest, dass es sich um den 50-Jährigen handelte und er durch einen Schuss in den Kopf getötet worden war. 

Körperteile von Leiche in Gröpelingen abgetrennt

Laut Radio Bremen sollen

Körperteile

von der

Leiche abgetrennt

worden sein. Möglicherweise wurden sie in Müllbehältern am Haus entsorgt. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Frank Passade nicht, wohl aber, dass die Behältnisse sichergestellt seien und untersucht würden.

In der Wohnung des Toten wurde ein Nachbar (65) festgenommen. Gegen ihn wird wegen Totschlags ermittelt. (gn)

Update, 11. Oktober: Von Elisabeth Gnuschke. Die Identität der Leiche in einer Gröpelinger Wohnung ist geklärt. Oberstaatsanwalt Frank Passade bestätigte am Freitag auf Nachfrage, dass es sich bei dem Toten um den 50 Jahre alten Wohnungsinhaber handelt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsdelikt aus: Nach den bisherigen Erkenntnissen, so Passade, wurde der Mann erschossen. Ein Verdächtiger sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Polizei Bremen nimmt Nachbarn fest

Eine Frau hatte ihren in Gröpelingen lebenden Vater vermisst und sich Sorgen gemacht. Sie hatte ihn „seit längerer Zeit“, wie die Polizei am Donnerstag berichtete, nicht erreicht. Die alarmierte Polizei ging am Mittwoch gegen 10 Uhr in die Wohnung des 50-Jährigen und stieß dort auf eine Leiche. Die Beamten trafen aber auch auf einen 65 Jahre alten Mann, der fliehen wollte. Er wurde festgenommen. Den Angaben zufolge soll es sich um einen Nachbarn handeln, der Zugang zur Wohnung hatte.

Leiche hatte Schusswunde im Kopf

Die Identifizierung des Leichnams gestaltete sich offenbar schwierig, denn zunächst ließ sich nicht feststellen, ob es sich um den Vater der Frau handelt. Es war nicht einmal klar, ob die Leiche männlich oder weiblich war, wie es hieß. Der Körper wurde in der Rechtsmedizin untersucht. Seit Freitag ist klar, dass es sich um den 50-jährigen Vermissten handelt. Klar ist auch, dass der Mann einem Verbrechen zum Opfer fiel. „Er hatte eine Schusswunde im Kopf“, sagte Frank Passade auf Nachfrage. 

Bisher gehen die Ermittler von einem Schuss aus, nicht von mehreren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags. Möglicherweise liegt die Tat bereits einige Wochen zurück. Genaueres müsse noch geklärt werden, so Passade.

Verdächtiger sitzt in U-Haft

Der 65-Jährige, der bei der Flucht aus der Wohnung festgenommen wurde, sitzt unterdessen in Untersuchungshaft. Gegen ihn erließ ein Gericht Haftbefehl. Warum er sich bei dem Toten in der Wohnung aufhielt oder was zu welcher Zeit geschehen ist, das ist weiterhin offen und Gegenstand der Ermittlungen.

Originalmeldung, 10. Oktober: Bremen – Leichenfund am Mittwoch gegen 10 Uhr in einer Wohnung in Gröpelingen – das zumindest steht fest. Viel mehr ließen sich Polizei und Staatsanwaltschaft aber nicht entlocken. 

Den Angaben zufolge sind die Hintergründe noch völlig offen. Nicht einmal die Identität der Leiche war bis zum Abend geklärt. Allerdings nahm die Polizei einen Mann (65) fest. Möglich ist, dass es sich bei der Leiche um den Wohnungsinhaber (50) handelt. 

Leiche in Gröpelingen: Körper wird untersucht

Seine Tochter hatte ihn „seit längerer Zeit“ nicht mehr erreicht und sich Sorgen gemacht, wie Polizeisprecher Nils Matthiesen sagte. Was allerdings „seit längerer Zeit“ konkret bedeutet, ob es sich dabei um Tage, Wochen oder gar Monate handelt, dazu wollte Oberstaatsanwalt Frank Passade sich auf Nachfrage nicht äußern. Der Körper werde noch in der Rechtsmedizin untersucht, sagte er. 

Bremen: Identität der Leiche noch unklar

Unklar sei bislang, ob es sich bei der Leiche um einen Mann oder eine Frau handelt. Das wiederum lässt Raum für Spekulationen. Nicht auszuschließen, dass der Verwesungsprozess schon sehr fortgeschritten war und nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, um wen es sich bei der Leiche handelt. 

In der Wohnung hielt sich laut Polizei ein 65-Jähriger auf, der zu fliehen versuchte und von den Beamten festgenommen wurde.

gn

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