Triumph mit de Ketele

Furioses Finale bei den Sixdays Bremen: Nils Politts Plan geht voll auf

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Die Bremer Sieger: Kenny de Ketele (re.) und Nils Politt hatten in der spannenden Finaljagd die beste Taktik.

Bremen - Was für ein furioses Finish! Es war exakt 23.08 Uhr, als Kenny de Ketele (34) und Nils Politt (25) am Dienstagabend in der ÖVB-Arena zur Attacke bliesen. Der alte Sixdays-Fuchs aus Belgien und sein Partner aus Köln, ein Straßen-Spezialist und Rookie bei Sechstagerennen, sorgten kurz vor Schluss der 60-minütigen Finaljagd mit einer Doublette (doppelter Rundengewinn) für die Entscheidung und triumphierten bei den 56. Bremer Sixdays.

Die fünf härtesten Konkurrenten-Duos, die für elektrisierende Spannung unterm Hallendach gesorgt hatten, waren mit ihren Kräften am Ende und konnten den Angriff nicht mehr kontern. Letztlich gewannen de Ketele/Politt mit einer Runde Vorsprung vor Theo Reinhardt/Morgan Kneisky und Andreas Graf/Marc Hester. Zudem hatten die Sieger, die wie ihre Verfolger mitreißenden Radsport der Extraklasse geboten hatten, auch die meisten Punkte auf dem Konto (314).

Sixdays: Politt gewinnt beim dritten Sechstagerennen

„Mein drittes Sechstagerennen, mein erster Sieg – das ist eine ziemlich gute Quote“, meinte Politt mit einem Schmunzeln und fügte, nicht ganz ernst gemeint, an: „In meinen nächsten Straßenvertrag lasse ich mir reinschreiben, dass ich bitte wieder in Bremen fahren darf.“ Es habe ihm, sagte der von einer Champagner-Dusche klatschnasse Sieger, „sehr gut gefallen. Ich war früher mit meinen Eltern oft bei Sechstagerennen in Köln und Dortmund – und wollte immer mal selbst eines gewinnen. Dass ich es jetzt geschaft habe, ist etwas ganz Spezielles.“

Die Strategie, noch mal zu attackieren und es nicht auf einen Schlussspurt ankommen zu lassen, hatte Politt seinem Partner und immerhin 16-fachen Sixdays-Sieger de Ketele vorgeschlagen: „Weil ich eben nicht so der Sprinter bin, habe ich das angeregt. Es hat am Ende wunderbar geklappt. Die Konkurrenz war überrascht von dieser Taktik.“

Sixdays: Herzschlagfinale deutet sich an

Dass es ein derartiges Herzschlagfinale auf dem 166,66 Meter langen Oval aus sibirischer Fichte geben würde, hatte sich angedeutet. Gleich sechs (!) Teams lagen zu Beginn des Abschlusstags rundengleich vorne – lediglich getrennt durch die Punkte. Die Paarungen Reinhardt/Kneisky, de Ketele/Politt, Tristan Marguet/Maximilian Beyer, Wim Stroetinga/Nico Selenati, Graf/Hester und Moreno de Pauw/Leon Rohde durften sich berechtigte Chancen auf den Gesamtsieg machen.

Eine sehr aufregende Konstellation, die ihresgleichen suchte. Findet wohl nicht nur Tristan Marguet. Als sich der 32-jährige Schweizer, der bereits 41 Sechstagerennen in den Beinen hat, beim Frühstück für das große Finale stärkte, war ihm die Verwunderung deutlich anzumerken. „So eng war es an der Spitze noch nie“, staunte Marguet.

Sixdays Bremen: Das Finale am Dienstag

Sixdays Bremen, Finale, Dienstag
 © Sigi Schritt
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Sixdays: Sportlicher Leiter total baff vom Finale

Auch Erik Weispfennig, der seit neun Jahren der sportliche Leiter in der Hansestadt ist und als Funktionär und davor als Fahrer viel erlebt hat, war ziemlich baff – und natürlich sehr zufrieden. Denn sein Plan hatte perfekt funktioniert. „Es war unser Ziel, das Rennen bis zum Schluss möglichst offen zu halten. Das ist aufgegangen.“ Und wie! Ein Stammgast der Bremer Veranstaltung meinte vor den letzten Rennen anerkennend: „Der Weispfennig hatte in diesem Jahr ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung der Paare.“ Weispfennig hörte das – und es ging ihm runter wie Öl.

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