Politische Rechte, Jazz und Swing

Bremer Vortragsreihe zum Frauenwahlrecht

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Der Bremer Frauen-Jazzchor „Ein Ton Tiefer“ sorgt in der Villa Sponte für das Musikprogramm.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Eben wurde noch der internationale Frauentag gefeiert, in unserer Serie „Bremer Frauen-Geschichten“ blicken wir regelmäßig auf weibliche bremische Biographien – und dann gibt es noch ein Jubiläum zu feiern: 100 Jahre Frauenwahlrecht.

Zu Letzterem bietet der Verein Bremer Frauenmuseum jetzt eine Vortragsreihe an, die einen Bogen von der Geschichte in die Gegenwart spannen soll – der Titel deutet es bereits an: „Frauen wählen (sich) selbst. Vom Frauenwahlrecht zur Genderdiskussion.“

Zum Auftakt sprechen die Historikerinnen Romina Schmitter und Dr. Renate Meyer-Braun in der Villa Sponte (Osterdeich 59b) über das Leben und Wirken von Hedwig Dohm und Elisabeth Selbert. Termin: Sonntag, 18. März, 11 Uhr. Für Musik sorgt der Bremer Frauen-Jazzchor „Ein Ton Tiefer“, der unter der Leitung von Reinhard Röhrs Jazz- und Swingtitel aus verschiedenen Epochen singt. Der Eintritt ist frei.

„Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen.“ Mit diesen Worten vom 12. November 1918 war es sozusagen geboren, das Frauenwahlrecht in Deutschland. 82 Prozent der wahlberechtigten Frauen gaben am ersten Wahltag – im Januar 1919 – ihre Stimme ab, 37 weibliche Abgeordnete zogen ins Parlament ein.

Die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Hedwig Dohm (1831 bis 1919) kämpfte – unter anderem – für das Frauenwahlrecht. Schmitter: „Sie war nicht die erste, die für politische Rechte der Frauen eintrat, aber die erste, die das Frauenwahlrecht forderte, und zwar 1876.“

Zeitsprung ins 20. Jahrhundert – zu Elisabeth Selbert, die als eine der vier „Mütter“ des Grundgesetzes gilt. Sie mussten mit den „Vätern“ um so manches kämpfen – zum Beispiel um Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Die SPD-Politikerin Selbert galt als wichtigste Rechts- und Verfassungsexpertin ihrer Partei.

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