„Bezahlt wird nicht!“: Union-Theater spielt Farce

Plünderungen und Legenden

+
„Bezahlt wird nicht!“ Eine Szene aus der Fo-Farce mit – von links gesehen – Anja Gomez, Mona Kling und Karl-Heinz Wenzel.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Bezahlt wird nicht!“ Nun, das kann man ja einfach mal so sagen. „Bezahlt wird nicht!“ Wir sagen es hier nicht ohne Grund. Und gerne noch einmal: „Bezahlt wird nicht!“

Das nämlich ist der Titel einer Farce des italienischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Dario Fo (1926 bis 2016). Die Komödie – Originaltitel: „Non si paga! Non si paga!“ – spielt im Mailand der 70er Jahre. Und jetzt ist sie mal wieder in Bremen zu sehen.

Farce wird bis zum 21. Mai gespielt

Das Union-Theater nämlich hat sich des Stücks angenommen – und zeigt die Komödie in der Regie von Uwe Seidel in den Räumen des Bremer Kriminaltheaters in der UnionBrauerei (Theodorstraße 13a, Walle). Vorstellungen gibt es bis zum 21. Mai, so eine Theatersprecherin. Es spielen Anja Gomez, Mona Kling, Stefan Lüers, Ansgar Matuschak und Karl-Heinz Wenzel. Karten-Info ist auf der Internetseite des Union Theaters abrufbar.

„In seiner prallen Farce schlägt sich der Narr und Nobelpreisautor Dario Fo auf die Seite der armen Schlucker. Eine aktuelle Komödie über explodierende Inflationsraten, Wirtschaftskrisen und Politikerlügen“, so die Theatersprecherin.

Den Inhalt fasst das Union-Theater so zusammen: „Aus Wut über die hohen Lebensmittelpreise plündert die resolute Antonia mit anderen Frauen einen Supermarkt. Damit beginnt ein rasantes Verwirrspiel, in dem Antonia und ihre beste Freundin Margherita durch fiktive Schwangerschaften, scheintote Carabinieri und eine haarsträubende Heiligenlegende die absurdesten Situationen inszenieren. So wollen sie die hart umkämpfte Beute vor der Polizei und ihren Ehemännern Giovanni und Luigi verstecken, die ebenso ahnungslos wie gesetzestreu sind. Bald jedoch fallen auch bei den Männern alle Tabus. . .“

Beatles-Abend im Focke-Museum

Eigentlich geht es in der Ausstellung „Oh yeah!“ im Focke-Museum (Schwachhauser Heerstraße) um deutschsprachige Popmusik – alles dreht sich, so der Untertitel, um „Popmusik in Deutschland“. Und da dürfen natürlich auch die Beatles nicht fehlen, wenngleich die ja kaum in deutscher Sprache gesungen haben. „Yeah, yeah, yeah. . .“

Nun, in der Talk-Reihe „Beat Club“, die zum Rahmenprogramm der Pop-Schau gehört, dreht sich am Dienstag, 16. Mai, um 18 Uhr alles um die legendenumwobenen Anfangstage der Beatles in Hamburg.

Stefanie Hempel kennt die Beatles – und das Hamburg der 60er Jahre.

Gemeinsam mit der Hamburger Musikerin Stefanie Hempel begibt sich Wolfgang Rumpf von Radio Bremen, der an der Ausstellung mitgearbeitet hat, auf die Spuren, die die „Fab Four“ in St. Pauli hinterlassen haben. „Star-Club“, „Kaiserkeller“, „Bambi-Kino“ – das sind dann so die Schauplätze.

Eine Museumssprecherin kündigt Stefanie Hempel so an: „Bereits seit ihrer Kindheit in der DDR ist die Pianistin und Songschreiberin glühender Beatles-Fan und mittlerweile längst selber eine Institution auf dem Hamburger Kiez. Über Hamburgs Grenzen hinaus gilt sie als Beatles-Expertin.“ Denn: „Mehr als 30 000 Besucher haben ihre einmalige musikalische Stadtführung schon miterlebt – unter anderem mischte sich auch mal Bob Dylan unter die Zuschauer der Tour.“

Im Rahmen eines „Gesprächskonzerts“ erzählt sie im Focke-Museum nun vom St. Pauli der 60er Jahre. Beatles-Musik gibt es natürlich auch: „Mit Support am Keyboard spielt Stefanie Hempel an Gitarre und Ukulele drei Sets mit ihren Beatles-Song-Adaptionen. Am Ende ist das Publikum gefordert, bei ,Let it be‘ den Backgroundchor zu geben“, heißt es in einer Vorschau. Eintritt: 15 Euro, ermäßigt elf Euro. Reservierungen sind unter Telefon 0421/699 600 50 möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Einzelkritik: Mit Bargfrede ist Werder besser

Einzelkritik: Mit Bargfrede ist Werder besser

Bilder der steilsten Standseilbahn der Welt

Bilder der steilsten Standseilbahn der Welt

Palästinenser weisen US-Äußerungen zu Klagemauer zurück

Palästinenser weisen US-Äußerungen zu Klagemauer zurück

Weihnachtskonzert in der Sporthalle der Wiedauschule

Weihnachtskonzert in der Sporthalle der Wiedauschule

Meistgelesene Artikel

Keramik, Schals und Vogelhotels

Keramik, Schals und Vogelhotels

Unbekannter Toter in Bremerhaven aufgefunden

Unbekannter Toter in Bremerhaven aufgefunden

Schnee bringt in Bremen Flugbetrieb durcheinander

Schnee bringt in Bremen Flugbetrieb durcheinander

Umschlag in den Bremischen Häfen auf Vorjahresniveau

Umschlag in den Bremischen Häfen auf Vorjahresniveau

Kommentare