Projekte im Güterverkehrszentrum und im Industriepark

26,8 Millionen Euro für Gewerbeflächenentwicklung

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Auch das Kellogg-Gelände in der Überseestadt war Thema in der Deputation. Für das Areal werden nun neue Pläne entwickelt, da sich das Unternehmen von hier zurückzieht.

Bremen - 26,8 Millionen Euro stellt Bremen für die Entstehung von Gewerbeflächen mit einem gestern erfolgten Beschluss der Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen bereit.

Damit reagiert das Land auf Flächenbedarf für großflächige Ansiedlungen besonders durch die Logistik- und Industriebranche. Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) will so Bremens über dem Bundesdurchschnitt liegendes Wirtschaftswachstum verstetigen und ausbauen, wie er sagte.

Das Geld fließt in zwei Projekte. Im Güterverkehrszentrum (GVZ) soll ein 28 Hektar großes Gelände entwickelt werden. 4,9 Hektar seien bereits durch einen Investor reserviert, heißt es aus dem Ressort. Als zentraler Logistikstandort ist das GVZ ein Schwerpunkt im Gewerbeentwicklungsprogramm Stadt Bremen 2020.

Verhandlungen mit Investor laufen

Weitere 25,1 Hektar sollen im Bremer Industriepark erschlossen werden. Die Wirtschaftsförderung (WFB) verhandele schon mit einem großen Investor über 15,7 Hektar, so das Ressort.

Die Deputation nahm auch eine Senatsvorlage und eine von Bremen und dem Unternehmen Kellogg unterzeichnete Absichtserklärung (wir berichteten) zur Entwicklung des freiwerdenden Firmengeländes zur Kenntnis. Die Zukunft des Areals in der Überseestadt soll gemeinsam geplant werden. Klaus-Rainer Rupp, Sprecher für Haushalt, Wirtschaft, Häfen, Verkehr bei den Linken, ist mit der Lösung für das Kellogg-Gelände weniger zufrieden. 

Bodenspekulationen vermeiden

„Wir haben mal eine Entwicklungssatzung ins Spiel gebracht. Das heißt, die öffentliche Hand kauft ein Gelände, entwickelt es, um es dann wieder zu verkaufen. So lassen sich Bodenspekulationen vermeiden“, sagte Rupp. „Andere Städte nutzen dieses Instrument gerne, um die Entwicklung ihrer Wohn- und Gewerbeflächen zu steuern.“

Wirtschafts-Staatsrat Ekkehart Siering sah das anders: „Wir sind froh, jetzt eine Lösung gefunden zu haben, bei der die öffentliche Hand nicht zahlen muss“, sagte er und wies aber noch auf eine Kaufoption im Falle des Scheiterns für 20 Millionen Euro hin.

Robert Bücking, Sprecher für Wirtschaft bei den Grünen, erwartet schwierige Gespräche: „Die Aushandlung mit dem neuen Eigentümer ist eine anspruchsvolle Operation. Aber auch der Dritte im Bunde ist an unsere Absprachen mit Kellogg gebunden.“ Bücking zeigte sich sehr begeistert darüber, dass dieser Dritte das auf Windparks spezialisierte Unternehmen WPD ist. Der Grüne sprach von einer „elektrisierenden Vision“. - mko

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