Niederdeutsch in der digitalen Welt

Plattdeutsche Lieder zum Mitsingen

Zum Beispiel Alma Rogge: Blick in das „Plattdeutsche Tonarchiv“, kurz „Plato“.
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Zum Beispiel Alma Rogge: Blick in das „Plattdeutsche Tonarchiv“, kurz „Plato“.

Bremen – Das Plattdeutsche erobert die digitale Welt – eine Entwicklung, die schon vor Corona ihren Anfang genommen und durch die Pandemie zusätzlich an Bedeutung gewonnen hat. Das Länderzentrum für Niederdeutsch an der Contrescarpe etwa arbeitet kontinuierlich an Digitalthemen.

Eines dieser Themen: traditionelles Liedgut eben „in neuem Gewand und digitaler Aufbereitung“, wie es Christianne Nölting, die Leiterin des Länderzentrums, gegenüber unserer Zeitung formuliert. „Herr Pastor sien Koh“, „Wenn hier en Pott mit Bohnen steiht…“, „Dat du mien Leefsten büst“ und so weiter – insgesamt acht plattdeutsche Lieder zum Mitsingen hat das Länderzentrum unter der Adresse www.länderzentrum-für-niederdeutsch.de/kategorie/lieder-und-lyrik online gestellt.

Der Musiker, Liedermacher und Sänger der Gruppe „Godewind”, Gerrit Hoss, hat die Lieder eingesungen, digitale Spiele samt lobender Worte („Goot maakt“) dazu entwickelt und auch noch eine Version zum Mitsingen eingespielt. Einmal singt nicht Hoss, sondern seine „Godewind“-Kollegin Anja Bublitz – bei dem Stück „Över de stillen Straten“ (nach einem Gedicht von Theodor Storm).

Niederdeutsches Tonarchiv jetzt online

Nicht um das Singen und Spielen, sondern um das Zuhören (und um das Archivieren) geht es derweil bei „Plato“ (Kurzform für „Plattdeutsches Tonarchiv“), einem Projekt des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) im Schnoor.

Der „Plato“-Aufbau hat in diesem Jahr begonnen. Das Projekt ist „als umfassendes Tonarchiv für die Regionalsprache Niederdeutsch angelegt“, heißt es beim INS. „Es stellt die plattdeutsche Sprache in ihren regionalen Färbungen vor und ergänzt damit die bestehende Bibliothek mit den zugehörigen Sammlungen. Die ausgewählten Tondokumente wie zum Beispiel Kurzgeschichten und Märchen sollen als Ausdruck niederdeutscher Sprachkultur dauerhaft bewahrt werden.“

Im Schnoor verbindet man große Erwartungen mit „Plato“. „Dies ist ein bedeutender Schritt, um die Vielfalt der niederdeutschen Sprache auch für nachfolgende Generationen zu erhalten“, sagt Projektleiterin Frauke Placke. „Das Ziel von ,Plato‘ ist es, die unterschiedlichen Facetten der niederdeutschen Sprache hörbar zu machen.“ Zum Auftakt wird die Schallplattenreihe „Niederdeutsche Stimmen“, die von 1965 bis 1981 erschien, digitalisiert und mit zusätzlichen Informationen erschlossen – zu lesen und zu hören unter https://plattdeutsches-tonarchiv.de.

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