Beschlüsse der Baudeputation 

Planungsreife und Feinschliff fürs Quartiersdesign

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Das neue Quartier aus der Vogelperspektive betrachtet. 

Bremen - Das neue Hulsberg-Viertel hat die nächste Hürde genommen. Am Freitag ist, wie berichtet, der städtebauliche Vertrag für das 14 Hektar große Areal auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Mitte unterzeichnet worden. Und am Dienstag hat die Baudeputation gegen die Stimmen der Linken den Bebauungsplan für das Quartier bewilligt. Jetzt fehlt noch das grüne Licht von der Stadtbürgerschaft. Das Parlament will im Juni entscheiden.

„Mit dem Satzungsbeschluss herrscht Planreife für das zukünftige Quartier in der östlichen Vorstadt“, sagt Florian Kommer, Geschäftsführer der Grundstücksentwicklungsgesellschaft Klinikum Bremen-Mitte (GEG). Und mit der „Planungssicherheit im Gepäck“ startet die GEG jetzt eine Reihe von Grundstücksverkäufen. Bebauungsplan und städtebaulicher Vertrag sind laut Kommer „der Feinschliff für das Quartiersdesign“. Von besonderer Bedeutung sei die „Produktliste“, die zum städtebaulichen Vertrag gehört. Diese Liste zeigt die einzelnen Verkaufslose, die von der GEG veräußert werden sollen. Die Liste gebe zudem darüber Auskunft, wie viel Potenzial an Wohnfläche in den Grundstücken liegt, wo der sozial geförderte Wohnungsbau realisiert wird, welche Grundstücke exklusiv an Baugemeinschaften veräußert werden sollen, wo Kindertagesstätten im Erdgeschoss vorgesehen sind. Zunächst bringt die GEG übrigens das Grundstück „Sorgenfrei 1“ in den Verkauf. Dabei handelt es sich um ein in die Jahre gekommenes Wohnhaus mit rund 150 Quadratmetern Wohnfläche im südlichen Bereich des Plangebietes.

Wie berichtet, sollen im Hulsberg-Quartier insgesamt 1170 Wohnungen entstehen. 350 davon sind Sozialwohnungen. Das entspricht einer Quote von 30 Prozent. „Auf dem Gelände wird dringend benötigter Wohnraum entstehen. Das ist ein wichtiger Schritt für Bremen“, sagte Bausenator Joachim Lohse (Grüne).

Außerdem hat die Baudeputation den städtebaulichen Rahmenvertrag für das ehemalige Kellogg-Gelände am Eingang zur Überseestadt beschlossen. Auf dem durch den Rückzug des Cornflakes-Herstellers freiwerdenden Gelände will der Windparkprojektierer WPD ein „zukunftsweisendes Quartier“ entwickeln – auf 15 Hektar. Robert Bücking (Grüne) sagte: „Die kluge Organisation des Verkehrs ist ein absolutes Muss, wenn dort nicht alles im Stau versinken soll.“ Die Grünen wollen mit der Entstehung dieses „neuen Stücks Stadt“ die Straßenbahn in der Überseestadt bis zum „Waller Sand“ verlängern.

 je

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