Präparat seit März rezeptfrei erhältlich

"Pille danach" ohne Rezept: Absatz in Bremen um fünfzig Prozent gestiegen

Frankfurt/Bremen - Der Absatz der „Pille danach“ ist in Bremen überproportional stark angestiegen, seit das Medikament rezeptfrei in den Apotheken erhältlich ist.

Im kleinsten Bundesland wurden von den beiden frei verkäuflichen Präparaten seitdem 50,8 Prozent mehr abgesetzt, teilte der Pharma-Branchendienst IMS Health am Dienstag in Frankfurt mit. In Niedersachsen gab es einen Zuwachs von 35,5 Prozent. Bundesweit wurde in den Monaten März und April diesen Jahres 107.600 Mal die „Pille danach“ verkauft, im selben Zeitraum des Vorjahres nur 82.600 Mal. Am häufigsten nachgefragt wurde das Präparat in Bayern - allerdings auch schon zu Zeiten, als es noch rezeptpflichtig war. In Niedersachsen ging das Medikament in beiden Monaten 9700 Mal über den Ladentisch, in Bremen 900 Mal. Die „Pille danach“ ist seit Mitte März ohne Verschreibung durch einen Arzt in den Apotheken erhältlich. Besorgt sich eine Frau die „Pille danach“ ohne Rezept, muss sie das Präparat selbst bezahlen. Ein Anspruch auf Kostenübernahme durch die Krankenkassen besteht nur mit Rezept und für Frauen und Mädchen unter 20 Jahre. Das Medikament ist ein Notfallmittel für Frauen, die nach ungeschütztem Sex eine ungewollte Schwangerschaft verhindern wollen. Bei den rezeptfreien Präparaten handelt es sich um ellaOne und PiDaNa. dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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